In irrer 2. Liga kann alles passieren: Schulterblick und Rechnen bei Dynamo verboten!

Dresden - "Wenn die Liga eins zeigt, dann dass es keinen Sinn macht, nach links und rechts zu schauen, was die anderen machen", stellt Niklas Hauptmann (29) fest. Für Dynamo Dresden geht es am Samstag mal wieder nur um sich selbst - und um einen ganz großen Schritt in Richtung Klassenerhalt.

Niklas Hauptmann (29) macht klar: Der Blick geht nur auf die eigene Leistung.  © IMAGO/DeFodi Images

Dass es dabei jetzt erstmals seit der Abstiegsrelegation 2022 wieder gegen Kaiserslautern geht, spielt für den Vizekapitän keine Rolle.

"Das ist keine Relegation und für uns geht es einfach nur um drei unfassbar wichtige Punkte und da ist die Vergangenheit nicht so entscheidend", so Hauptmann.

Auch, dass Abstiegskonkurrent Braunschweig vergangene Woche gegen die Roten Teufel gewonnen hat, nicht: "In der Tabelle punkten alle Mannschaften, gefühlt sogar die von unten mehr als von oben. Von daher einfach bei uns bleiben, klar bleiben und dann wartet wieder ein geiles Spiel am Wochenende."

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Vor vier Jahren war "Haupe" noch nicht dabei, er kam erst in den Wochen danach zurück zur SGD. "Ich finde, da hat man schon noch gemerkt, dass das ein Abstieg war. Der tut einfach immer weh und den schüttelst du auch nicht innerhalb von ein, zwei Wochen ab. Auch nicht die Jungs, die dabei waren und geblieben sind. Das hat man gespürt", gibt der Mittelfeldspieler zu.

Und: "Jetzt bin ich froh, dass wir wieder in der 2. Liga spielen und wir werden alles daran setzen, dass es genau so bleibt!"

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Bei Dynamo bleiben Niklas Hauptmann (l.) & Co. bei sich. Was die anderen machen, ist egal.  © Lutz Hentschel

Dynamo Dresden bringt die richtige Mischung aus Anspannung, Druck und Leichtigkeit auf den Platz

Das eigene Glück selbst in die Hand nehmen und vorangehen: Niklas Hauptmann versucht das jedes Spiel.  © Lutz Hentschel

Drei Punkte am Samstag wären dafür ideal. Drei Spieltage vor Saisonende wird der Druck immer größer. Bei Dynamo und auch drumherum ist das aber im Vergleich zu vor vier Jahren nicht zu spüren.

"Ich finde, wir haben es die letzten Monate super hingekriegt", gibt auch Hauptmann zu: "Diese Mischung aus der richtigen Anspannung, dem Druck, aber auch eine Leichtigkeit auf den Platz zu bringen. Genau darum wird es gehen: Gar nicht so viele Gedanken machen, was kommt danach und was passiert, wenn wir das nicht schaffen oder das schaffen, sondern einfach nur auf das Spiel konzentrieren. Es ist eins von 34 Spielen und über den Rest sind wir uns schon im Klaren. Aber es geht darum, über die 90 Minuten das auszublenden."

Für den 29-Jährigen und seine Kollegen war "ab dem ersten Spieltag klar, dass es um den Klassenerhalt geht. Von daher hat sich von der Situation nicht viel verändert."

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Aber: "Wenn noch drei Spiele anstehen, ist die Spannung natürlich eine andere. Und wer das am besten ausgeblendet bekommt, der wird am Ende auch über dem Strich stehen."

Tabelle 2. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Schalke 04 31 48:28 64
2 SC Paderborn 07 31 54:38 58
3 Hannover 96 31 53:37 57
4 SV 07 Elversberg 31 55:35 56
5 SV Darmstadt 98 31 55:40 51
6 Hertha BSC 31 44:36 48
7 1. FC Kaiserslautern 31 49:46 46
8 1. FC Nürnberg 31 40:41 41
9 Karlsruher SC 31 48:59 40
10 VfL Bochum 1848 31 45:44 39
11 Holstein Kiel 31 40:43 38
12 SG Dynamo Dresden 31 50:50 35
13 Arminia Bielefeld 31 46:47 35
14 Eintracht Braunschweig 31 34:50 34
15 Fortuna Düsseldorf 31 30:48 34
16 1. FC Magdeburg 31 48:56 33
17 SpVgg Greuther Fürth 31 44:65 33
18 SC Preußen Münster 31 34:54 28

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Zweitliga-Meister und steigt in die 1. Bundesliga auf. Letzteres gilt auch für Rang 2. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Rang der Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in Deutschlands höchster Fußball-Spielklasse.

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