Premiere in der Wagner-Stadt! Dynamo will seine eigenen Festspiele feiern

Dresden - Weltweit bekannt ist Bayreuth durch die Wagner-Festspiele, die jährlich im Sommer stattfinden. In Dresden kennen die Sportfreaks die Duelle in der DEL2 zwischen den Eislöwen und den Tigers, das auch am Freitagabend über die Bühne geht. Für Fußball stand die 75.000-Einwohner-Stadt in Oberfranken bisher nicht. Dynamo gibt am Samstag erstmals seine Visitenkarte im Hans Walter Wild-Stadion ab.

Das Hans-Walter-Wild-Stadion in Bayreuth steht erstmals auf der Landkarte der 3. Liga. 15.000 Zuschauer passen derzeit offiziell rein, mit 8000 rechnet der Gastgeber am Samstag. 3500 Dynamo-Anhänger werden mit dabei sein.
Das Hans-Walter-Wild-Stadion in Bayreuth steht erstmals auf der Landkarte der 3. Liga. 15.000 Zuschauer passen derzeit offiziell rein, mit 8000 rechnet der Gastgeber am Samstag. 3500 Dynamo-Anhänger werden mit dabei sein.  © imago/Markus Endberg

Festspiele sollen es aber auch auf dem Rasen werden - für Dynamo! Es ist ein neuer Ground und der soll gleich erfolgreich geentert werden! Bis auf Paul Will (23) und Oliver Batista Meier (21, beide mit der "U23" des FC Bayern) hat noch keiner einen Berührungspunkt mit Bayreuth gehabt in seiner Laufbahn.

Selbst die gern reisenden Dynamo-Fans nicht. Bisher fuhren sie auf der A9 stets vorbei an der Stadt. Deshalb kommen sie auch zahlreich. Knapp 3500 werden dabei sein.

Trainer Markus Anfang (48) schüttelt den Kopf. In der Wagner-Stadt war auch er noch nicht. Wie auch? Bayreuth steht erst seit Sommer wieder auf der Landkarte des deutschen Profi-Fußballs.

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1990 war die "Oldschdod", wie sie liebevoll von den eigenen Anhängern genannt wird, aus der 2. Liga abgestiegen und danach in der Versenkung verschwunden.

Im Vorjahr führte Timo Rost (44), danach für vier Monate Trainer in Aue, das Team in der Regionalliga Bayern überlegen zum Aufstieg.

Dynamos Coach Markus Anfang (48) ist am Samstag erstmals überhaupt in Bayreuth, aber mit SpVgg-Trainer Thomas Kleine sehr gut befreundet.
Dynamos Coach Markus Anfang (48) ist am Samstag erstmals überhaupt in Bayreuth, aber mit SpVgg-Trainer Thomas Kleine sehr gut befreundet.  © Lutz Hentschel

Dynamo-Trainer Markus Anfang und Bayreuth-Coach Thomas Kleine kennen sich "sehr gut"

Thomas Kleine (44) ist seit Sommer Trainer in Bayreuth, er übernahm das Amt von Timo Rost.
Thomas Kleine (44) ist seit Sommer Trainer in Bayreuth, er übernahm das Amt von Timo Rost.  © picture point/Sven Sonntag

Zwei Leute sind vielen Dresdner dann aber doch bekannt: Michael Born (55) ist seit Sommer Sportdirektor beim Aufsteiger. Der 55-Jährige war von März 2016 bis September kaufmännischer Geschäftsführer bei Dynamo. Aus freien Stücken ging er vor zwei Jahren nicht.

Der zweite ist Trainer Thomas Kleine (44), der für Leverkusen, Mönchengladbach und Fürth in der Bundesliga kickte. Er übernahm im Sommer das Amt von Rost.

"Ich kenne Thomas sehr gut", sagt Dresdens Trainer Anfang.

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"Wir haben uns mal im Urlaub auf Fuerteventura getroffen, wir waren im gleichen Hotel. Wir haben uns immer wieder ausgetauscht. Als er dann Co-Trainer in Düsseldorf unter Friedhelm Funkel war und ich raus in Köln, haben wir uns mal getroffen, telefoniert, uns zusammengesetzt. Zuletzt war es etwas weniger, weil du als Chef-Trainer dann doch noch andere Aufgabenfelder bedienen musst", so Anfang.

Weil er Kleine als guten Trainer sieht, "der sich etwas einfallen lassen wird", geht Anfang davon aus, dass es am Samstag keine einfache Premiere werden wird. Festspiele würde der Coach trotzdem gern feiern.

Titelfoto: imago/Markus Endberg

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