Prominente Diskussion: Wie lassen sich Ausschreitungen bei Dynamo verhindern?

Dresden - Es wird wieder mehr geredet bei Dynamo, wobei es das eigentlich immer wurde. Dieses Mal soll es aber mit- statt übereinander sein. Das wurde Mitte der Woche auch bei einer Podiumsdiskussion noch einmal bekräftigt.

Auch Ronald Bec (3.v.l.), Leiter des Fanprojekts nahm an der Podiumsdiskussion teil.
Auch Ronald Bec (3.v.l.), Leiter des Fanprojekts nahm an der Podiumsdiskussion teil.  © Thomas Türpe

Nicht nur auf dem Platz bei der Truppe von Markus Anfang (48) ist Kommunikation eine Grundvoraussetzung, um die gewünschten Ziele zu erreichen.

Abseits des Platzes geht es aber nicht drei Punkte, die Frage ist deutlich komplexer: Wie können künftig Ausschreitungen bei Dynamo-Spielen verhindert werden?

An dieser Frage versuchten sich auch Sachsens Innenminister Armin Schuster (61), Dresdens Polizeipräsident Lutz Rodig, Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Jürgen Wehlend (57), Ronald Beć, Leiter des Fanprojekts und Danny Graupner, von der Schwarz-Gelben Hilfe.

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Um es vorwegzunehmen: Ergebnisse wurden in dieser Runde nicht geliefert, das war aber auch nicht unbedingt zu erwarten.

Letztendlich bekräftigten nur alle Beteiligten, dass alle Fraktionen miteinander in einen offenen Dialog treten müssen.

Jürgen Wehlend (57) fordert, dass sich alle Vereinsmitglieder am Prozess beteiligen.
Jürgen Wehlend (57) fordert, dass sich alle Vereinsmitglieder am Prozess beteiligen.  © Thomas Türpe

Stadt, Verein und Polizei sollten auch die Fans in Gespräche einbeziehen

Polizeipräsident Lutz Rodig begrüßt, dass endlich miteinander gesprochen wird.
Polizeipräsident Lutz Rodig begrüßt, dass endlich miteinander gesprochen wird.  © Thomas Türpe

"Es hat lange genug gedauert", so Rodig. "Wir müssen vorurteilsfrei und ehrlich über alles reden, es darf keine Denkverbote geben."

Geredet wurde bisher aber nur zwischen Stadt, Verein und Polizei. Ein nächster Schritt soll und muss es sein, auch die Fans zu integrieren.

"Es braucht auch die anderen Mitglieder, die ihre Wünsche und Sorgen mehr kommunizieren, nicht nur die aktive Fanszene", so Wehlend.

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Der 57-Jährige und auch die Fanvertreter erklärten, dass da bereits etwas in Gang gekommen sei. Beispielhaft dafür stehe eine Erklärung der Ultras nach den Bayreuth-Ausschreitungen und eine Fanversammlung im Rundkino.

Man müsse aber realistisch bleiben, so Beć: "Ganz abstellen kann man solche Vorfälle nicht. Aber man kann die Wahrscheinlichkeit reduzieren."

Titelfoto: Thomas Türpe

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