So viel Geld bringen die Dynamo-Heimspiele ein

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Dresden - Fortuna Düsseldorf zahlte in der 2. Bundesliga 3,6 Millionen Euro Pacht für die Merkur-Spiele-Bank-Arena. Ein Stadion, das 23.000 Zuschauer mehr fasst als das Rudolf-Harbig-Stadion. Nach dem Abstieg gingen die Verantwortlichen zur Stadt und baten, die Pacht um die Hälfte zu senken. Soll genehmigt werden. Das zeigt, was geht, wenn Politik und Verein gleiche Interessen verfolgen.

Geschäftsführer Stephan Zimmermann (39) kämpft um den Betriebskostenzuschuss für den Verein.
Geschäftsführer Stephan Zimmermann (39) kämpft um den Betriebskostenzuschuss für den Verein.  © Lutz Hentschel

"Düsseldorf sieht sich als Sportstadt, deshalb geht die Politik den Schritt mit", so Dynamos Finanz-Geschäftsführer Stephan Zimmermann (39). Die SGD zahlt 4 Millionen Euro pro Jahr an Pacht.

Das wird sich bis 2039 auch nicht ändern, so lange laufen die Verträge. "Wir kämpfen darum, dass wir irgendwann mal weniger zahlen müssen, aber es ist schwer, etwas zu ändern - auch wenn wir alles versuchen", so der 39-Jährige.

Bis zum Vorjahr bekam die Stadion-Projektgesellschaft regelmäßig 1,5 Millionen Euro pro Jahr Betriebskostenzuschuss von der Stadt und reduzierte die Pacht in dieser Höhe für Dynamo. Der Zuschuss wurde vor einem Jahr um zwei Drittel gekürzt, macht eine halbe Million.

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Nun befürchtet der Verein, dass es zukünftig gar nichts mehr gibt. "Wir werden darum kämpfen", sagt Zimmermann: "Die hohe Pacht gefährdet auf Dauer die 2. Liga. Für uns ist es wichtig, ob wir wenigstens die 500.000 Euro bekommen, oder gar nichts. Wir waren schon bei Vertretern der Stadt, besprechen uns, wir leisten politische Arbeit. Und ich möchte es noch einmal betonen: Es geht nur mit politischem Zusammenhalt."

So wie in Düsseldorf.

Dynamo Dresden sorgt für Geld in Gastro und Tourismus

Faszination Dynamo! Über 31.000 Zuschauer im Schnitt besuchten die 17 Heimspiele der abgelaufenen Saison. Mehr waren es nie zuvor.
Faszination Dynamo! Über 31.000 Zuschauer im Schnitt besuchten die 17 Heimspiele der abgelaufenen Saison. Mehr waren es nie zuvor.  © Lutz Hentschel

Die Meinung einiger, Dynamo käme gegenüber anderen erfolgreichen Vereinen Dresdens ohnehin schon gut weg bei der Stadt, kann er verstehen, hält aber auch dagegen:

"Wir sind das deutschlandweite Aushängeschild der Stadt, haben einen Zuschauerschnitt von über 31.000 Fans, mehr hatten wir nie zuvor in unserer Geschichte. Viele Gästefans übernachten in der Stadt, bringen also Geld. Auch Dynamo-Anhänger, die von weiter her kommen, verweilen zuvor oft in der Stadt, sorgen so für Umsätze in Gastro und Tourismus."

Zahlen, die durch eine Studie aus dem April 2025 belegbar sind: "Laut der neusten Studie von SLC Management erbringt der Drittligist jährlich regionalökonomische Effekte in Höhe von mindestens 86 Millionen Euro für die Stadt & Region Dresden", stand da geschrieben.

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Und: "Sollte es den Sachsen gelingen, in die zweite Liga aufzusteigen, wird dieser Wert auf über 120 Millionen Euro steigen."

Den Aufstieg schaffte Dynamo. Dank des Vereins dürfte in der Saison 2025/26 eine neunstellige Summe in Dresden gelandet sein. Und die Stadt will vermutlich die 500.000 Euro Betriebskostenzuschuss nicht zahlen ...

Titelfoto: Lutz Hentschel (2)

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