Startelf-Bastelei beim Dynamo-Gegner: Was sagt SGD-Coach Thomas Stamm dazu?
Dresden - Es gibt den ein oder anderen, der behauptet, Torsten Lieberknecht (52) habe seinem Ex-Verein Eintracht Braunschweig vor einer Woche etwas helfen wollen, indem er zum Beispiel auf Nachwuchskeeper Enis Kamga (18) gesetzt hatte. Im Profigeschäft schwer vorstellbar. Aber es stellt sich die Frage, wie der Coach des 1. FC Kaiserslautern am Samstag bei Dynamo Dresden aufstellen wird.
"Man sieht ja, dass wir sehr dezimiert nach Dresden reisen. Julian Krahl wird ins Tor zurückkehren, wenn bis dorthin nichts passieren wird", erklärt Lieberknecht auf der Pressekonferenz vorab und begründet das mit dem Nachwuchs, der ebenfalls am Samstag die Tabellenführung in der Oberliga verteidigen will.
"Ich will da auch meine Kollegen im Nachwuchsleistungszentrum unterstützen und nicht nur an mich denken. Da war klar, dass Enis wieder zur 'U21' zurückkehren wird, um zu helfen, dass sie den Aufstieg in die Regionalliga schaffen. Und wenn wir sehen, wie viele Verletzte wir haben, müssen wir eine gesunde Balance herstellen."
Gefühlt scheint der FCK ordentlich am Stock zu gehen. Während die SGD nur auf Elias Bethke (23), Lennart Grill (27) und Vinko Sapina (30) verzichten muss, fehlen bei den Roten Teufeln gleich jede Menge Startelf-Kandidaten.
Ivan Prtajin (Achillessehnenriss), Daniel Hanslik (beide 29) und Naatan Skyttä (23, krank), Mahir Emreli (28, Bauchmuskulatur), Mika Haas (20, Rücken) und Kenny Prince Redondo (31, Achillessehnenprobleme) sollen definitiv ausfallen, Jisoo Kim (21) ist aufgrund eines Pferdekusses fraglich.
SGD-Coach Stamm stellt klar: Lauterns Aufstellung kein Fokus
Dynamo-Coach Thomas Stamm (43) findet die Diskussion um Lauterns Startelf gar nicht so interessant. Zumal er das Wort "ausprobieren" gar nicht erst in den Mund nehmen würde.
"Vielleicht ist es ja gar kein Ausprobieren, sondern der jeweilige Spieler, der dann die Chance bekommt, hat sich das einfach über Wochen und Monate verdient. Dann würde ich das Wort für nicht richtig erachten. Sondern wir wissen ja nicht, wie die jeweiligen Spieler über Wochen, Monate trainiert haben", so der 43-Jährige.
Stamm zog den Vergleich zu Daniel Mesenhöler (30) und Tim Schreiber (24), als er gegen Bochum gezwungen war zu wechseln, und "es ging sehr gut aus".
"Wir werden sehen, mit welchen Jungs sie starten werden. Aber das ist nicht entscheidend. Andere Dinge entscheiden, ob wir am Wochenende Punkte mitnehmen. Und da müssen wir den Fokus auf uns legen."
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Titelfoto: Fotomontage:Marc Schüler/dpa, Lutz Hentschel

