Windischgarsten (Österreich) - Messering in Dresden, Prag, Budweis, Linz, Windischgarsten: Nach 486 Kilometern im Bus stiegen die Spieler von Dynamo Dresden um 19.41 Uhr aus und bezogen ihr Quartier im schmucken Dilly-Resort. Mit dabei ist auch ein Trio aus der U21.
Zimmer beziehen, Abendbrot essen und dann war am Abend auch schon Schluss. Der Tag hat geschlaucht. Nach einer knackigen Einheit am Vormittag sechs Stunden im Bus sitzen, das ist nicht ohne - für keinen.
Mit einer Einheit im Kraftraum geht es am heutigen Freitagvormittag richtig los, ehe am Nachmittag erstmals auf dem Trainingsplatz der Ball rollen wird. Die Talente Aaron Riedel (20), Niklas Remus (18) und Quentin Enold (18) sind mit am Start, und das nicht nur zum Ballholen oder Hütchenaufstellen.
Trainer Thomas Stamm (43) zeigte schon in den ersten drei Testspielen, dass er den Jungs etwas zutraut. In Bautzen (14:0) spielte Aaron Riedel von Beginn an, traf doppelt. Später kamen noch Quentin Enold, Jonas Böhmert (22), Niklas Remus und Nico Künzel (20) in die Partie.
Auch tags darauf in Neustadt/Spree (14:0) durften sie ran, ebenso gegen Kassel (4:0). Da trafen Künzel und Remus, der zudem noch eine Vorlage beisteuerte. Gerade gegen die härtere Gegenwehr der Hessen hielten die Jungs dagegen.
Jugendspieler geben Gas und beleben Dynamo Dresden
"Wir haben viele Jungs in den letzten Jahren immer wieder beim Training dabei. Sie machen es gut", erklärt der Trainer.
Das zeigt, dass die Durchlässigkeit zwischen Junioren und Profis bei Dynamo immer wieder gegeben ist. "Sie trafen in den Testspielen auf Gegner, die in der gleichen Liga, oder eine höher als die U21 spielen. Gegen solche Kontrahenten treffen sie auch im Ligabetrieb. Da können sie sich bei uns beweisen", sagt Stamm.
Er ist auch froh, dass alle verletzungsfrei durchgekommen sind. "Die Jungs haben bis Mitte Juni gespielt, hatten wenig Pause. Dass sie hier so Gas geben, belebt das alles", sagt der Schweizer.
Ab Freitag kann das U21-Trio erneut beweisen, dass es für sie kein Ferienausflug nach Oberösterreich ist. Sie sind voll integriert und werden mit ihrem jugendlichen Elan den Etablierten Beine machen.