Agentur im Fokus: Zwei Bundesligisten zoffen sich um Buchstaben

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Stuttgart/Bremen - Copy & Paste oder unterschiedlich (genug)? Am Donnerstag hat Werder Bremen sein neues Corporate Design vorgestellt: Eine hauseigene Schriftart, ein eigener Farbton und andere Design-Elemente sollen den Markenauftritt des Vereins künftig verkörpern. Ein Blick vom Norden in den Süden zeigte dann aber, dass die Gestaltung gar nicht so einzigartig ist - und sorgte bei Fans und Klubs für Stirnrunzeln.

Auf dem Rasen sehen sich Werder Bremen und der VfB Stuttgart erst in der anstehenden Saison wieder, ihr Corporate Design sieht sich aber schon jetzt sehr ähnlich.
Auf dem Rasen sehen sich Werder Bremen und der VfB Stuttgart erst in der anstehenden Saison wieder, ihr Corporate Design sieht sich aber schon jetzt sehr ähnlich.  © Bernd Weißbrod/dpa

Vor allem die scheinbar individuelle Schriftart erinnert stark an das Design des Bundesliga-Konkurrenten VfB Stuttgart. Bei Umlauten wandern die Punkte ebenfalls in den Buchstaben hinein und auch das Gesamtkonzept wirkt ähnlich.

Die Schwaben haben ihren Markenauftritt schon im September 2025 präsentiert, beide Entwürfe wurden allerdings von der Münchner Marketing-Agentur "Societas" erstellt.

Im Netz überschlugen sich schnell die gehässigen Kommentare und Memes, die dem Unternehmen hier Faulheit und das doppelte Abkassieren für eigentlich nur ein Design vorwarfen.

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Und auch beim Verein aus Bad Cannstatt soll der vermeintliche Doppelgänger gar nicht gut angekommen sein. Wie der "ZVW" berichtet, war man beim VfB ob der Ähnlichkeit sehr verwundert und ließ umgehend markenrechtliche Schritte prüfen.

"Offenbar ist unser Markenbild ja überzeugend", erklärten die Stuttgarter zudem beinahe hämisch gegenüber "Bild".

Werder Bremen will sich umfassendes Bild machen, Marketing-Agentur weist Vorwürfe zurück

Werder-Boss Klaus Filbry (59) erkennt in den beiden Designs grundsätzlich weiterhin eine "hohe Individualität".
Werder-Boss Klaus Filbry (59) erkennt in den beiden Designs grundsätzlich weiterhin eine "hohe Individualität".  © Marcus Brandt/dpa

An der Weser stehen die Verantwortlichen offenbar weiterhin hinter dem Design, wenn auch mit Abstrichen.

So soll am Montag ein klärendes Gespräch zwischen der Agentur und den Grün-Weißen stattfinden, außerdem erklärte Geschäftsführer Klaus Filbry (59), dass man "grundsätzlich" eine "hohe Individualität" in der Gestaltung erkenne, aber die "Hinweise" dennoch wahrgenommen habe und sich deshalb ein "umfassendes Bild" verschaffen wolle.

Inzwischen meldete sich auch die Marketing-Agentur zu Wort und wies alle Copy-and-Paste-Vorwürfe von sich: "Jeder Markenauftritt, den wir kreieren, entsteht eigenständig aus der Identität des jeweiligen Klubs. Dies ist auch in diesem Fall so geschehen und zeigt sich in der Individualität der beiden Designs", so Societas gegenüber Bild.

Titelfoto: Bernd Weißbrod/dpa

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