Nach irrer Schlussphase: VfB ringt in Unterzahl tapfere Darmstädter nieder

Darmstadt - Trotz Unterzahl und einer langen Unterbrechung in der ersten Halbzeit: Nach einer turbulenten Schlussphase gewinnt der VfB Stuttgart glücklich mit 2:1 (1:0) bei Darmstadt 98.

Nach der Unterbrechung kam Darmstadt 98 wesentlich besser ins Spiel.
Nach der Unterbrechung kam Darmstadt 98 wesentlich besser ins Spiel.  © Uwe Anspach/dpa

Damit vergab das Tabellen-Schlusslicht einen echten Big Point: Mit einem Sieg wäre man in Tuchfühlung mit dem 1. FC Köln auf dem Relegationsplatz geraten. Die Schwaben halten indessen den Kurs auf die Champions League bei.

Schon früh sorgte Torjäger Serhou Guirassy für die Führung: Darmstadt hatte nach einer Ecke den Ball nicht wegbekommen und der Nationalspieler Guineas köpfte nach Vorlage von Waldemar Anton aus kurzer Distanz zum 1:0 ein (14.) - sein erster Treffer seit dem 16. Spieltag.

Nicht einmal zwei Minuten später gelang Marvin Mehlem mit einem fulminanten Schuss aus 15 Metern der Ausgleich. Aber nach Videobeweis zählte der Treffer nicht - Sebastian Polter hatte kurz zuvor das Leder bei einem Zweikampf im Stuttgarter Strafraum mit der Hand gespielt.

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Im Anschluss flogen dann die ersten Gegenstände auf den Platz. Erst nach 20 Minuten konnte die Partie fortgesetzt werden. Bislang war das Stadion am Böllenfalltor von dieser Art des Fan-Protests verschont geblieben.

Er trifft wieder in der Bundesliga: Serhou Guirassy (M.) erzielte seinen ersten Treffer für den VfB seit dem 16. Spieltag.
Er trifft wieder in der Bundesliga: Serhou Guirassy (M.) erzielte seinen ersten Treffer für den VfB seit dem 16. Spieltag.  © Uwe Anspach/dpa
Wegen der Fan-Proteste musste die Partie für rund 20 Minuten unterbrochen werden.
Wegen der Fan-Proteste musste die Partie für rund 20 Minuten unterbrochen werden.  © Uwe Anspach/dpa
Ärgert sich über sich selbst: In der langen Nachspielzeit der ersten Halbzeit musste Pascal Stenzel mit Gelb-Rot vom Platz.
Ärgert sich über sich selbst: In der langen Nachspielzeit der ersten Halbzeit musste Pascal Stenzel mit Gelb-Rot vom Platz.  © Uwe Anspach/dpa

Darmstadt 98 dreht gegen den VfB Stuttgart so richtig auf, dann wird's turbulent

Einmal mehr erwies sich Hoffenheim-Leihgabe Julian Justvan als echte Verstärkung für die Lilien.
Einmal mehr erwies sich Hoffenheim-Leihgabe Julian Justvan als echte Verstärkung für die Lilien.  © Uwe Anspach/dpa

Die Unterbrechung hatte den Hessen aber offensichtlich gutgetan. Das Tabellen-Schlusslicht setzte den VfB nun gehörig unter Druck, belohnte sich aber trotz vieler guter Chancen zunächst nicht.

Stuttgarts Coach Sebastian Hoeneß reagierte und brachte für die zweite Halbzeit Josha Vagnoman für Jamie Leweling. Das stabilisierte die Defensive, aber die Südhessen blieben in der hitziger werdenden Partie weiter am Drücker.

In der 59. Minute fiel beinahe der Ausgleich, als Stuttgarts Keeper Fabian Bredlow einen Schuss von Julian Justvan nicht festhalten konnte und Anton den Abstauber von Luca Pfeiffer von der Linie kratzte.

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Jetzt warfen die Hausherren alles nach vorne, aber der VfB machte den zweiten Treffer: Mit einem traumhaften Abschluss traf Enzo Millot nur den Pfosten, aber Bundesliga-Rückkehrer Mahmoud Dahoud staubte zum 2:0 ab (90.+2).

War's das? Nein, denn Darmstadt kam noch einmal zurück, weil Aaron Seydel von der Strafraumkante die Kugel unter die Latte zum 1:2 nagelte (90.+5). Aber das genügte nicht mehr: So nehmen glückliche Stuttgarter drei Punkte mit nach Hause.

Bundesliga-Rückkehrer Mahmoud Dahoud sorgte mit dem 2:0 für den VfB für die Vorentscheidung, der SV98 kam dennoch noch einmal zurüclk.
Bundesliga-Rückkehrer Mahmoud Dahoud sorgte mit dem 2:0 für den VfB für die Vorentscheidung, der SV98 kam dennoch noch einmal zurüclk.  © Uwe Anspach/dpa

Die Statistik zum Spiel Darmstadt 98 gegen den VfB Stuttgart

Bundesliga, 22. Spieltag

Darmstadt 98 - VfB Stuttgart 1:2 (0:1)

Darmstadt 98: Schuhen - C. Zimmermann, K. Gjasula (86. Vilhelmsson), Klarer (46. Nürnberger) - Bader, Holland, Karic (74. Torsiello) - Justvan, Marvin Mehlem (86. Schnellhardt) - Polter, Luca Pfeiffer (73. Seydel)

VfB Stuttgart: Bredlow - Stenzel, Anton, H. Ito, M. Mittelstädt (81. Stergiou) - Karazor, Stiller - Leweling (46. Vagnoman), Undav (81. Dahoud), Führich (71. Jeong) - Guirassy (63. Millot)

Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden) - Zuschauer: 17810 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Guirassy (14.), 0:2 Dahoud (90.+2), 1:2 Seydel (90.+5)

Gelbe Karten: Klarer (6), C. Zimmermann (3), Brunst (1), Justvan (1) / Leweling (2), Führich (2), Karazor (7)

Gelb-Rote Karten: - / Stenzel (45.+22/wiederholtes Foulspiel)

Erstmeldung vom 17. Februar um 16.07 Uhr; Update vom selben Tag um 17.59 Uhr.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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