Hecking ist zurück! Früherer Erfolgsgarant soll die Wölfe retten
Wolfsburg - Erst im vergangenen November hatte Daniel Bauer (43) die Nachfolge von Paul Simonis (41) beim VfL Wolfsburg angetreten, jetzt muss der Trainer bereits wieder seinen Hut nehmen. Die akut abstiegsgefährdeten Niedersachsen haben sich nach der 1:2-Pleite im Kellerduell gegen den HSV von ihm getrennt. Dafür kehrt ein alter Bekannter zurück: Dieter Hecking (61) soll die Wölfe retten.
Knapp zehn Jahre nach dem Abschied des 61-Jährigen vermeldete der Bundesligist am Sonntagnachmittag seine Rückkehr.
"Dieter Hecking bringt genau die Erfahrung mit, die wir in der aktuellen Situation brauchen. Er kennt den Verein, das Umfeld und auch die Anforderungen der Bundesliga sehr genau. Wir sind überzeugt, dass er der Mannschaft mit seiner Ruhe, seiner Expertise und seiner klaren Linie die nötige Stabilität geben wird, um unser gemeinsames Ziel, den Klassenerhalt, zu erreichen", erklärte VfL-Sportdirektor Pirmin Schwegler (38).
Das Coach-Urgestein leitete bereits von 2013 bis 2016 die Geschicke beim VfL und gewann mit den Wölfen 2015 den DFB-Pokal, die Vizemeisterschaft sowie anschließend den Deutschen Superpokal.
Zuletzt saß der 61-Jährige, der eigentlich den Ruf als exzellenter "Feuerwehrmann" genießt, bis Mitte September beim VfL Bochum auf der Trainerbank. Dort konnte er den Abstieg aus der Bundesliga in der Vorsaison allerdings nicht verhindern.
"Zum VfL Wolfsburg zurückzukehren, bedeutet mir viel. Ich habe hier eine intensive und erfolgreiche Zeit erlebt und weiß, welche Qualität und Energie in diesem Verein steckt", freute sich Hecking selbst über die Wiederholung des Engagements.
"Feuerwehrmann" Dieter Hecking soll den VfL Wolfsburg retten
Zuvor hatten die Niedersachsen am Vormittag Chefcoach Bauer freigestellt. Laut übereinstimmender Medienberichte war es direkt am Vorabend noch zu einer Krisensitzung bei den Wölfen gekommen, nachdem der 43-Jährige die Volkswagen-Arena bereits mit einem Rollkoffer verlassen hatte.
"Diese Entscheidung ist uns alles andere als leicht gefallen. Wir haben gehofft, die Wende gemeinsam hinzubekommen. In der Analyse der Gesamtsituation sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass wir der Mannschaft einen neuen Impuls geben müssen, um den Klassenerhalt zu schaffen", begründete den Schritt.
Neben Bauer wurde auch Sport-Geschäftsführer Peter Christiansen (51) entlassen. Der Däne war seit Sommer 2024 im Amt. Laut Aufsichtsrat Dr. Sebastian Rudolph habe er seitdem zwar den Umbruch der Frauenmannschaft erfolgreich gemeistert, bei den Männern würden jedoch die "sportlichen Ergebnisse" fehlen.
Wolfsburg wartet inzwischen seit acht Ligaspielen auf einen Sieg und rutschte mit der Niederlage gegen den HSV auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Damit droht den Niedersachsen der erste Bundesliga-Abstieg in der Vereinsgeschichte.
Erstmeldung von 10.35 Uhr, zuletzt aktualisiert 16.56 Uhr.
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