Blitz-Rückkehr von Boniface auf Trainingsplatz, aber dieses Detail fällt negativ auf

Bremen - Eigentlich galt das Saison-Aus von Victor Boniface (25) aufgrund seiner Knie-OP bereits als besiegelt, doch die Heilung verlief so gut, dass der Leihspieler für den SV Werder Bremen im Abstiegs-Endspurt doch noch einmal wichtig werden könnte. Dafür muss er aber erst einmal ein paar Kilos verlieren.

Victor Boniface (25) stand bislang elfmal für Werder Bremen auf dem Rasen, ein Tor gelang ihm dabei nicht.
Victor Boniface (25) stand bislang elfmal für Werder Bremen auf dem Rasen, ein Tor gelang ihm dabei nicht.  © Christian Charisius/dpa

Am Mittwoch nahm der Sommer-Neuzugang plötzlich schon wieder am Mannschaftstraining der Grün-Weißen teil, nachdem er am Dienstag nach fast viermonatiger Pause zunächst eine individuelle Einheit absolviert hatte.

Allzu große Hoffnungen auf ein ganz baldiges Blitz-Comeback sollten sich die SVW-Fans jedoch nicht machen, denn bei den Übungen fiel vor allem eins auf: der Bauchansatz des Mittelstürmers.

Nach Informationen der "Bild" soll Boniface mit einer "hohen einstelligen Kilozahl zu viel" aus der Reha zurückgekommen sein. Das zulässige Gewicht der Profis ist heutzutage meistens vertraglich geregelt. Wer mehr auf den Rippen hat, muss Strafe zahlen.

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Laut Werders Leiter Lizenzbereich, Peter Niemeyer (42), wusste der Klub aber über die ausbaufähige Verfassung des nigerianischen Nationalkickers Bescheid. "Er muss jetzt an seinem Fitness-Zustand arbeiten und wir helfen ihm dabei. Da ist aber vor allem Victor in der Pflicht", erklärte der 42-Jährige dem Blatt. "Natürlich ist er aber aktuell körperlich noch nicht fit und nicht in der Lage, Bundesliga zu spielen."

Werder Bremen hätte Rückkehr von Victor Boniface nötig

Lizenzbereich-Leiter Peter Niemeyer (42, l.) nimmt Victor Boniface jetzt in die Pflicht.
Lizenzbereich-Leiter Peter Niemeyer (42, l.) nimmt Victor Boniface jetzt in die Pflicht.  © Harry Langer/dpa

Fitnessprobleme ziehen sich durch seine gesamte kurze Zeit an der Weser. Vergangenen September schlug der Knipser mit langer Krankenakte sowie reichlich Rückstand im Gepäck am Osterdeich auf und kam deshalb zunächst kaum über Kurzeinsätze hinaus.

Dann wurde Bremen im Januar von der Nachricht überrumpelt, dass Boniface aufgrund eines Knorpelschadens im Knie eine Operation nötig habe. Die Leihe schien daher schon als Missverständnis abgehakt, die frühe Rückkehr kam jetzt völlig überraschend.

"Er hat die OP besser verkraftet als vorher prognostiziert. Sein Knie ist stabil, die Reha verlief gut", so Niemeyer.

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Für den abstiegsgefährdeten Bundesligisten könnte das Gold wert sein, denn vorn drückt der Schuh. Keke Topp (22) hat sich das Kreuzband gerissen, Winter-Leihe Jovan Milosevic (20) kämpft mit Rückenproblemen und Marco Grüll (27) sowie Justin Njinmah (25) blühten in der Mittelstürmer-Rolle bislang nicht unbedingt auf.

In der Mannschaft erfreut sich Boniface trotz der durchwachsenen Zeit an der Weser weiterhin großer Beliebtheit: "Ich sehe keine negativen Dinge bei Victor. Er macht keine Probleme außerhalb des Platzes", erklärte Jens Stage (29) am Mittwoch bei einer Medienrunde. "Wir brauchen gute Fußballer, und Victor ist ein guter Fußballer."

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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