Homburg - Was in der Fanszene als absolutes Worst-Case-Szenario gilt, wenn Material verloren geht, ist nun den Ultras vom FC 08 Homburg widerfahren. Parallelen zum Aue-Fahnenklau vor wenigen Monaten sind dabei klar zu erkennen.
Denn wie bereits Ende November soll es auch diesmal zu einem "feigen Überfall" vor der Haustür gekommen sein, teilte die von der Tat betroffene Ultra-Gruppe "Crew 424 Homburg" nach dem Regionalliga-Auswärtsspiel ihres Teams beim FSV Frankfurt (1:1) mit.
In einem am Montag auf Facebook veröffentlichten Statement erklärte man: "Dabei wurde nicht der Fanbus nach der Ankunft in Homburg angegriffen. Stattdessen wurden ein Mitglied sowie deren Begleitung an der privaten Wohnadresse von etwa 10-15 Personen abgepasst, überfallen und so gezielt Material entwendet."
Wer hinter dieser Aktion stecken könnte, wisse man nach aktuellem Stand noch nicht. "Wir gehen jedoch davon aus, dass sich hierzu in den kommenden Wochen ein klares Bild ergeben wird", fügte man hinzu. Damit bleibt vorerst noch unklar, in wessen Hände das Material geraten ist.
Eine räumliche Nähe zu den Szenen von der SV Elversberg sowie dem 1. FC Saarbrücken ist zwar gegeben, gilt jedoch als eher unwahrscheinlich. Insbesondere die Ultras des letzteren Klubs bewegen sich aufgrund ihrer Struktur in weitaus größeren Fan-Gewässern.
"Crew 424 Homburg" gibt Material-Klau bekannt
Ein möglicher Bezug könnte hingegen zur Szene des SV Sandhausen bestehen, die eine ausgeprägte Feindschaft zur TSG 1899 Hoffenheim pflegt. Diese wiederum steht den Homburger Fans nahe. Befeuert wird dieser Verdacht durch Ereignisse Ende November, als es beim Heimspiel der Grün-Weißen gegen den SVS zu Auseinandersetzungen kam.
Auslöser dafür war eine gestohlene Sandhäuser Zaunfahne, die im Homburger Block zur Schau gestellt und verbrannt wurde. Dies führte dazu, dass einige Gäste-Anhänger auf den Platz stürmten. Die TSG-Fans hatten im Rahmen der Länderspielpause ihre Freunde besucht, waren somit ebenfalls mit dabei.
Was genau entwendet wurde, ist bislang nicht bekannt. Dass den bislang noch unbekannten Tätern allerdings mehr als nur ein Doppelhalter in die Hände gefallen sein dürfte, lässt sich erahnen, denn als Konsequenz kündigte man an, "in den nächsten Wochen" auf organisierten Support zu verzichten.
Erstmeldung von 7.26 Uhr, zuletzt aktualisiert um 8.04 Uhr