"Zehn Minuten nur Grütze": Schwächephase vor der Pause sorgt für HCE-Heimpleite

Dresden - Der HC Elbflorenz konnte seine Negativserie nicht stoppen. Die Dresdner Zweitliga-Handballer verloren in heimischer Halle gegen den TV Hüttenberg mit 31:33 (12:16) und kassierten damit im 31. Saisonspiel die 19. Niederlage.

Sebastian Greß, mit 6 Toren erfolgreichster HCE-Werfer gegen Hüttenberg, zieht trotz Bedrängnis ab. Hendrik Hanemann (2.v.r.) beobachtet die Aktion.
Sebastian Greß, mit 6 Toren erfolgreichster HCE-Werfer gegen Hüttenberg, zieht trotz Bedrängnis ab. Hendrik Hanemann (2.v.r.) beobachtet die Aktion.  © Matthias Rietschel

"Wir haben die zehn Minuten vor der Pause nur Grütze gespielt", nannte der eingewechselte Torhüter Max Mohs den Grund für die neuerliche Pleite.

Die Gastgeber hatten vor 1811 Zuschauern einen guten Start aufs Parkett gelegt. Sie führten nach dem zweiten Treffer von Kreisspieler Hendrik Hanemann, der beim SC DHfK Leipzig unter Vertrag steht und mit Zweitspielrecht erstmals im HCE-Trikot auflief, mit 5:2.

Doch nach dem 11:8 "fingen halt die Fehler wieder an" (Mohs), die sich zu einem katastrophalen 1:8-Lauf potenzierten. In den letzten 25 Sekunden der ersten Halbzeit kassierte Elbflorenz noch zwei Gegentreffer zum 12:16 Pausenstand.

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"Diese Phase hat uns das Genick gebrochen", musste Trainer Rico Göde konstatieren.

Trotz großen Kampfes nichts Zählbares für den HC Elbflorenz

Der Mitte der 2. Halbzeit eingewechselte Torhüter Max Mohs zeigte eine starke Leistung, hielt u.a. drei Siebenmeter.
Der Mitte der 2. Halbzeit eingewechselte Torhüter Max Mohs zeigte eine starke Leistung, hielt u.a. drei Siebenmeter.  © Lutz Hentschel

Seine Männer bewiesen zumindest Moral. Angetrieben von Kapitän Sebastian Greß kämpften sie sich nach dem 20:26 (45.) Tor um Tor heran. Als Philip Jungemann das 29:30 (55.) erzielte, kochte die Arena.

Jetzt hielt es keinen Fan mehr auf seinem Sitzplatz. In der letzten Minute parierte Mohs noch einen Siebenmeter. 39 Sekunden vor Ultimo traf Marek Vanco zum 31:32, doch es reichte nicht mehr zum Punktgewinn.

TVH-Torjäger Ian Weber (6 Treffer) ließ mit seinem Wurf zum 31:33 die Gäste jubeln. Die Gastgeber waren einmal mehr maßlos enttäuscht.

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Nur gut, dass auch Konstanz, Rostock und Würzburg erneut verloren haben. So hat das Göde-Team weiter sechs Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Titelfoto: Matthias Rietschel

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