DHfK-Boss über Leipzigs Abstieg: "Im Körper und im Geist nicht fit genug"

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Leipzig - Seit der Niederlage gegen den TBV Lemgo am Mittwochabend steht endgültig fest, dass der SC DHfK Leipzig in die 2. Handball-Bundesliga absteigt. Auch wenn so wirklich niemand an die Chance auf den Klassenerhalt geglaubt hat, die bis zum gestrigen Abend immerhin rein hypothetisch noch bestand, schmerzt der Fakt, dass all die Mühen doch vergebens waren, nun umso mehr.

DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther bezeichnete den Auftritt der Leipziger gegen Lemgo am Mittwochabend als "Spiegelbild der Saison." (Archivfoto)
DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther bezeichnete den Auftritt der Leipziger gegen Lemgo am Mittwochabend als "Spiegelbild der Saison." (Archivfoto)  © Picture Point/ Sven Sonntag

Auch wenn das am Tag danach auf der Pressekonferenz zum letzten 1.-Liga-Auftritt am Sonntag gegen Minden (15 Uhr) vor heimischer Kulisse so richtig niemand zugeben wollte, war es doch zu spüren. Manchmal verraten Blicke eben mehr als Worte.

"Wir hatten genug Zeit, uns mit diesem Szenario auseinanderzusetzen", sagte DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther. "Von daher hat der Spielausgang gestern wenig geändert an der Gefühlslage. Die Zeit seit letztem Samstag, seitdem wirklich der Deckel drauf ist, ist sehr herausfordernd. [...] Das tut doppelt und dreifach weh, das will ich auch gar nicht schönreden."

Die Partie gegen den TBV bezeichnete Günther als "Spiegelbild der Saison": "Wir haben gezeigt, dass wir wahnsinnig viel Talent haben, dass wir Qualitäten in der Mannschaft haben, aber dass wir im Körper und im Geist nicht fit genug sind, um das über 60 Minuten oder eine ganze Saison, gegen Widerstände durchzuziehen und zu verteidigen."

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Dies sei zwar eine "extrem bittere Erkenntnis", verrate allen Beteiligten jedoch auch, was es zukünftig zu verändern gebe, so der DHfK-Boss. "Wir können uns nur selbst daraus befreien, dafür haben wir alles, was wir brauchen. Das wird jedoch eine schwierige, schmerzhafte und langfristige Aufgabe."

Weitere Neuzugänge beim SC DHfK Leipzig aktuell nicht geplant

Nach dem letzten Spiel am Sonntag gegen GWD Minden verabschiedet sich der SC DHfK von neun Spielern, die die Reise ins Unterhaus nicht mit antreten werden. (Archivfoto)
Nach dem letzten Spiel am Sonntag gegen GWD Minden verabschiedet sich der SC DHfK von neun Spielern, die die Reise ins Unterhaus nicht mit antreten werden. (Archivfoto)  © Picture Point/ Sven Sonntag

Am Sonntag werden nach dem vorerst letzten Auftritt der Leipziger im Oberhaus gegen Minden neun DHfK-Spieler und damit so viele wie noch nie in der Bundesligageschichte der Sachsen auf einen Schlag verabschiedet.

Erst am Freitag hatte der Verein verkündet, mit der Verpflichtung von Finn Schroven (22) den Kader für die kommende Saison komplementiert zu haben. Laut Günther seien weitere Neuzugänge, trotz etwa des Verlustes der Abwehrspezialisten Mamic (32) und Lönn (34), nicht zu erwarten. "Sicher bekommen andere Spieler andere Rollen in diesem Kader", so Günther.

"Wir konzentrieren uns jetzt erst mal auf die wirtschaftlichen Dinge, und das wird hart genug", sagte der DHfK-Geschäftsführer. "Wir werden den Etat anpassen müssen an vielen Stellen, dafür werden die nächsten vier bis sechs Wochen wichtig und wegweisend."

Titelfoto: Picture Point/ Sven Sonntag

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