Aufholjagd in Polen: SC Magdeburg erarbeitet sich Unentschieden

Płock - Der SC Magdeburg muss sich gegen Wisla Płock mit einem 29:29-Unentschieden zufriedengeben und kassiert damit den ersten Punktverlust in der laufenden CL-Saison. Am Ende dürfen die Elbestädter dennoch zufrieden sein, vor allem weil die letzten 20 Minuten von starker Mentalität geprägt waren.

In den letzten 20 Minuten überzeugen die Elbestädter mit viel Wille.
In den letzten 20 Minuten überzeugen die Elbestädter mit viel Wille.  © Michael Hundt/dpa

Mit der ersten Hälfte durfte SCM-Coach Bennet Wiegert alles andere als zufrieden sein. Sein Team hatte von Beginn an Probleme wirklich in die Partie zu finden und sah sich mit Płock einer Mannschaft gegenüber, die emotional und effektiv auftrat.

Die Elbestädter hatten in den ersten 30 Minuten nur eine Trefferquote von 52 Prozent und vergaben zudem beide ihrer Freiwürfe. Die Offensive agierte zu fehleranfällig und ungenau, sodass der Halbzeitstand von 12:14 aus Sicht des SCM am Ende noch als schmeichelhaft betitelt werden durfte.

Nach der Halbzeitpause lief es für die Grün-Roten noch schlechter: Knapp fünf Minuten dauerte es in Halbzeit zwei, bis der SCM das Tor erzielen konnte. Auch deswegen war Coach Wiegert gezwungen, früh das erste Time-Out zu nehmen, wo er seine Meinung zu der bisherigen Leistung lautstark kundtat: "Was haben wir in der Halbzeit besprochen? Kommt jetzt aus dem Arsch, das ist von vorne bis hinten gar nichts".

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Und die Ansprache zeigte tatsächlich ihre Wirkung. Den Sechs-Tore-Rückstand holten die Magdeburger furios auf und knapp vier Minuten vor Ende waren sie bis auf einen Treffer dran. Eine Monsterparade beim Sieben-Meter von Hernández eine Minute vor Schluss hielt den SCM im Spiel, sodass Kristjánsson in den letzten Sekunden noch ausglich. Den folgenden Angriff konnten die Polen nicht nutzen.

Und so blieb es bei diesem 29:29-Spektakel, wobei der SC Magdeburg mit der Leistung ab der 40. Minute wirklich zufrieden sein kann. Die Mannschaft von Wiegert gab sich nie auf und überzeugte mit Mentalität. In zwei Tagen geht es gegen MT Melsungen.

Titelfoto: Michael Hundt/dpa

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