Horten (Norwegen) - Norwegen trauert um einen der größten Sportler des Landes! Der zweifache Ruder-Olympiasieger Olaf Tufte ist im Alter von 50 Jahren plötzlich gestorben.
Wie die Familie des ehemaligen Athleten laut dem Rundfunksender NRK mitteilte, wurde Tufte am Montag gegen 15 Uhr bewusstlos auf seinem Hof im Dorf Nykirke nahe der kleinen Stadt Horten gefunden.
Demnach waren die Rettungskräfte schnell vor Ort und leisteten umgehend Erste Hilfe. Zur weiteren Behandlung wurde der zweifache Weltmeister dann in ein Krankenhaus nach Oslo geflogen, wo er allerdings am Dienstag verstarb.
Zeugen seines Zusammenbruchs habe es keine gegeben, Hinweise auf einen Arbeitsunfall gebe es jedoch nicht. Die genaue Todesursache muss noch herausgefunden werden.
Tufte gilt als einer der erfolgreichsten Ruderer aller Zeiten. Über die Dekaden nahm er an insgesamt sieben Olympischen Spielen von 1996 in Atlanta bis zuletzt 2021 in Tokio, als er bereits 45 Jahre alt war, teil. Kein Norweger ging häufiger unter den Ringen an den Start.
Seine Königsdisziplin war der Einer. In ihm holte er 2004 in Athen und 2008 in Peking die Goldmedaille. 2000 in Sydney sprang zudem noch Silber im Doppelzweier heraus, 2016 in Rio reichte es noch einmal zu Bronze im Doppelzweier.
Außerdem gewann der gebürtige Tønsberger 2001 in Luzern und 2003 in Mailand bei den Weltmeisterschaften Gold im Einer.
Olaf Tufte arbeitete auf dem Bauernhof seiner Familie und war auch TV-Star
Immer wieder duellierte sich Tufte auf seinem Karrierehöhepunkt auch mit dem deutschen Weltmeister und Magdeburger Marcel Hacker (49), dem er sich bei der WM 2002 in Sevilla geschlagen geben musste.
Neben der langen sportlichen Laufbahn engagierte sich Tufte stets auf dem bereits 350 Jahre alten Hof seiner Familie in Nykirke. Die harte Feldarbeit und das Holzhacken hätten ihm rohe Kraft verliehen und seien besser als jedes Fitnessstudio gewesen, wie er einmal im Interview mit dem "Fagbladet" verriet.
In Norwegen war der Ruderer zudem ein TV-Star. Er nahm seit 2014 an verschiedenen Reality-Formaten teil, darunter zuletzt 2025 die norwegische Variante von "Die Verräter".
Sein sportliches Wissen gab Tufte darüber hinaus gern weiter und trainierte zuletzt auch die paralympische Athletin und vierfache Pararuder-Weltmeisterin Birgit Skarstein (37).
Tufte hinterlässt seine Ehefrau Aina und ihre beiden gemeinsamen Kinder.