Olympia-Kritik von Jan Böhmermann: Jetzt schaltet sich Kölns Oberbürgermeister persönlich ein!
Köln - Nach der heftigen Olympia-Kritik von Jan Böhmermann (45) hat sich jetzt ausgerechnet Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (63) in die Thematik eingemischt. Kommt es demnächst zum Treffen mit Kritiker "Böhmi"?
Der Satiriker und Podcaster hatte in der "Fest und Flauschig"-Folge vom 29. März unter anderem behauptet, die Stadt Köln wolle "die Scheiße nicht" in der eigenen Stadt austragen.
Offensichtlich zu viel für den Kölner Oberbürgermeister, der obendrein noch als "f***ing Bürgermeister" betitelt worden war.
Im Gespräch mit BILD will der SPD-Politiker daher jetzt seine Sicht der Dinge erklären. "Die Austragung von Olympischen und Paralympischen Spielen hilft nicht nur dem Sport in Köln. Sie ist eine einzigartige Chance für die Entwicklung unserer Stadt."
Die jüngsten Speerspitzen des ZDF-Hosts will der Nachfolger von Henriette Reker (69) auch nicht einfach so hinnehmen bzw. stehen lassen. "Wir neigen in Deutschland dazu, immer Nein zu sagen – mit dem Hinweis, dass wir eh nichts auf die Kette kriegen. Herr Böhmermann gehört zu dieser Nein-Fraktion."
Statt Medien-Debatte über Ecken denkt Burmester sogar an ein Treffen mit Böhmermann - nirgendwo sonst als in Köln, wo 2026, 2040 oder 2044 das Olympia-Spektakel steigen könnte. "Ich lade ihn gerne zu einem klärenden Gespräch ein."
Jan Böhmermann faucht über IOC, Torsten Burmester will Olympia in Köln
Den gebürtigen Vegesacker (Bremen) trotz seines "Nein"-Kreuzchens in den offiziellen Briefwahlunterlagen umzustimmen, könnte für den 63-Jährigen aber zur Mammutaufgabe werden.
Der holte an der Seite von Olli Schulz (52) noch viel weiter aus, attackierte neben Burmester und Köln auch das IOC. "Ich will diese Scheißveranstaltung nicht in Köln haben. (...) Das IOC ist eine korrupte, politisch sich nach jedem autoritären Wind drehende Kackorganisation", fauchte "Böhmi".
Damit am Ende doch Köln und das Rhein-Ruhr-Gebiet den finalen Zuschlag bekommen, hat Burmester bereits detaillierte Pläne im Gepäck.
Heißt: keine neuen und zu teuren Sportstätten in Köln und wiederverwertbarer Wohnraum. "In NRW werden keine neuen Hochglanz-Sportstätten errichtet. (...) Olympia wird einen Investitionsbooster für die Infrastruktur auslösen und viele Entwicklungen beschleunigen, die sonst angesichts der finanziellen Lage auf sich warten ließen."
Ob sich damit auch Jan Böhmermann zufriedengibt?
Titelfoto: Bildmontage: Rolf Vennenbernd/dpa, Oliver Berg/dpa

