Ihr Bein musste beinahe amputiert werden! Lindsey Vonn enthüllt, wie schlimm es um sie stand

USA - Zwei Wochen nach ihrem schweren Sturz bei den Olympischen Spielen konnte Lindsey Vonn (41) endlich das Krankenhaus verlassen. Die Gelegenheit nutzte die Speed-Queen, um ihre Follower über das komplette Ausmaß ihrer Verletzung aufzuklären.

Lindsey Vonn (41) erklärt ihren Fans ihre schlimme Verletzung und enthüllt, wie schlimm es um sie stand.  © Bildmontage: Screenshot/Instagram/lindseyvonn (2)

Es sei "bei weitem die extremste, schmerzhafteste und herausforderndste Verletzung, die ich in meinem ganzen Leben durchgemacht habe, um das Hundertfache", erzählte die 41-Jährige: "Ich kann euch nicht sagen, wie schmerzhaft es war."

Dann erzählte sie zum ersten Mal, was eigentlich bei dem Crash in der Olympia-Abfahrt genau in ihrem Bein passiert war: Vonn erlitt eine komplexe Schienbeinfraktur, dazu einen Bruch des Wadenbeinkopfs und des Tibiaplateaus, wie sie anhand von CT-Bildern ihres Beines veranschaulichte.

"Der Grund dafür, dass es so komplex war, ist, dass ich ein Kompartmentsyndrom hatte", erklärte die Olympiasiegerin von 2010. Dabei sammelt sich Blut im Gewebe und schädigt durch den Druck Muskeln, Nerven, Sehen und Blutgefäße.

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"Dr. Tom Hackett hat mein Bein vor der Amputation gerettet", schilderte die US-Amerikanerin die schockierenden Umstände ihrer Verletzung. Dafür habe er eine sogenannte Fasziotomie durchgeführt, Vonns Bein an zwei Stellen der Länge nach aufgeschnitten, um den Druck vom Gewebe zu nehmen.

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Lindsey Vonn wird noch lange auf den Rollstuhl angewiesen sein

Per Helikopter musste Lindsey Vonn ins Krankenhaus geflogen werden und wurde seither fünfmal operiert.  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

"Er hat mich gerettet", sagte Vonn über ihren Arzt: "Ich sage immer, alles geschieht aus einem Grund. Und wenn ich mein Kreuzband nicht vorher gerissen hätte, bei diesem Crash wäre es sowieso gerissen, dann wäre Tom nicht da gewesen, um mein Bein zu retten."

Auch die nachfolgenden Operationen hatte Dr. Hackett übernommen, darunter eine sechsstündige Rekonstruktions-Operation, in der der gesamte Knochen wieder zusammengesetzt wurde. Daraufhin brach der Kreislauf der 41-Jährigen zusammen, sie brauchte eine Bluttransfusion und musste länger im Krankenhaus bleiben als geplant.

Inzwischen konnte sie aber zumindest das Krankenhausbett gegen ein Hotelzimmer mit Rollstuhl eintauschen.

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"Danke an Tom und das gesamte medizinische Personal in Italien und Colorado, das sich um mich gekümmert hat. Es war wirklich eine Reise und es liegt noch ein langer Weg vor mir", sagte Vonn: "Ich sitze gerade im Rollstuhl, kann mich quasi nicht bewegen."

Und als hätte sie nicht genug erlitten, enthüllte sie auch noch eine weitere Verletzung: "Ich werde eine Weile im Rollstuhl sitzen, denn ich habe mir außerdem meinen rechten Knöchel gebrochen. Ich hoffe, ich kann bald auf Krücken umsteigen."

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