Nolte nach Tränen-Silber mit Levi am Ziel: Zweierbob "ist unsere Paradedisziplin"
Cortina (Italien) - Im Monobob vergoss Laura Nolte (27) trotz des Gewinns der Silbermedaille noch bittere Tränen, weil ihr nur 0,04 Sekunden zum Goldsieg fehlten. Den hat sie jetzt am Sonntagabend gemeinsam mit Anschieberin Deborah Levi (28) im Zweierbob nachgeholt.
Wieder einmal zeigte sich die erdrückende Dominanz der deutschen Bobsportler bei den Olympischen Winterspielen in Cortina, als das BSD-Duo souverän durch die vier Läufe glitt und sich letztlich mit 0,53 Sekunden Vorsprung vor ihren ebenfalls schwarz-rot-goldenen Konkurrentinnen Lisa Buckwitz (31) und Neele Schuten (26) ganz oben aufs Podest setzte.
Für Nolte war es nach ihrem Tränen-Silber eine Genugtuung: "Das war das Ziel. Im Monobob war anfangs das Ziel eine Medaille. Wenn man vorne liegt, will man auch Gold haben - hat nicht geklappt. Aber ich wusste, im Zweier mit Debbie habe ich die Startleistung, die ich brauche. Das ist unsere Paradedisziplin", so die 27-Jährige in der ARD.
Zu einem Dreifach-Triumph von Team D reichte es am Ende leider nicht, da Kim Kalicki (28) und Talea Prepens (24) nicht mehr am US-Gespann Kaillie Humphries Armbruster (40) und Jasmine Jones (24) vorbeikamen und sich mit dem undankbaren Blechrang begnügen mussten.
"Wir haben unser Bestes gegeben und mehr kann man nicht machen", sagte die Wiesbadenerin, die wegen mentaler Probleme vor nicht allzu langer Zeit eine Pause einlegen musste und schon ans Karriereende dachte. "Nach meinem letzten Dreivierteljahr bin ich unglaublich zufrieden und es ist einfach ein Triumph für mich, dass ich hier stehe."
Titelfoto: Robert Michael/dpa