Kane-Ausfall sorgt für Sorgenfalten: Bayern-Trainer Kompany muss umplanen
München - Ohne Harry Kane (32) steht der FC Bayern vor großen Problemen. Der Top-Torjäger (45 Treffer in 37 Saisonspielen) fehlt am Freitagabend (20.30 Uhr/Sky) im Bundesliga-Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach. Eine Prellung an der linken Wade aus dem 3:2-Sieg gegen Dortmund stoppt ihn kurzfristig.
Das Problem für die Münchner ist klar: Ohne Harry Kane wirkt die Offensive nur noch mittelmäßig.
In seinen zweieinhalb Jahren beim deutschen Rekordmeister hat der England-Kapitän in 133 Einsätzen 130 Treffer erzielt und dabei nur neun Spiele verpasst - einmal wegen einer Gelbsperre, einmal nach einem Muskelfaserriss und einmal aufgrund von Rückenproblemen.
Gegen Gladbach ist noch unklar, wer Kane im Sturm ersetzt. Trainer Vincent Kompany (39) kann zwischen Nicolas Jackson (24, ausgeliehen vom FC Chelsea) und Serge Gnabry (30) wählen, so "Bild".
Für das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League am Dienstag (21 Uhr/Amazon Prime Video) in Bergamo könnte Kane allerdings wieder dabei sein.
Kompany gibt sich optimistisch: "Wir gehen davon aus!"
Ernüchternde Bilanz ohne Kane
Doch die Bilanz ohne Kane ist ernüchternd: In neun Partien gab es nur vier Siege, ein Unentschieden und gleich vier Niederlagen. Das bedeutet: Im Schnitt holte der Deutsche Meister ohne seinen Top-Torjäger gerade einmal 1,44 Punkte pro Spiel. Einige der Pleiten waren dabei besonders schmerzhaft.
Ohne Kane lief es für Bayern alles andere als rund. Zweimal flog der Rekordmeister im DFB-Pokal raus: im Dezember 2024 im Achtelfinale nach Kanes Muskelfaserriss beim 0:1 gegen Leverkusen und ein Jahr zuvor in der 2. Runde, als er beim 1:2 in Saarbrücken 90 Minuten auf der Bank saß. Auch in der Liga gab es Rückschläge: ein 2:4 in Hoffenheim, ein 1:2 in Mainz und ein 3:3 gegen Leipzig während Kanes Gelbsperre.
Die wenigen Erfolge ohne den Starstürmer: Siege gegen Wolfsburg (2:0), Heidenheim (4:2), Donezk (5:1 in der Champions League) und Preußen Münster (4:0 im DFB-Pokal).
Titelfoto: Carmen Jaspersen/dpa
