1. FC Köln oder Union Berlin? Kult-Coach hat klare Meinung zu Doppel-Duell seiner Ex-Klubs

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Köln - Der 1. FC Köln und Union Berlin stehen vor einem doppelten Aufeinandertreffen: Am Dienstagabend treffen die beiden Kult-Klubs in Köln im DFB-Pokal aufeinander (20.30 Uhr), am Wochenende folgt das Wiedersehen im Bundesliga-Alltag in der Hauptstadt (Sonntag, 15.30 Uhr). 

Von Juli 2022 bis Dezember 2023 stand Steffen Baumgart (54) in 98 Pflichtspielen mit seiner legendären Schiebermütze beim 1. FC Köln an der Seitenlinie. (Archivbild)
Von Juli 2022 bis Dezember 2023 stand Steffen Baumgart (54) in 98 Pflichtspielen mit seiner legendären Schiebermütze beim 1. FC Köln an der Seitenlinie. (Archivbild)  © Uwe Anspach/dpa

Einer, der die beiden Begegnungen mit besonderem Augenmerk verfolgen wird, ist Steffen Baumgart (54). Der Rostocker stand als Coach sowohl bei den Rheinländern als auch den Köpenickern an der Seitenlinie und hat zu beiden Vereinen eine besondere Beziehung.

"Am Ende geht es im ersten Spiel ganz klar darum, die nächste Runde zu erreichen - und aus meiner Sicht völlig egal wie", erklärt er vor dem Pokalkracher in der Domstadt gegenüber dem "Kölner Stadt-Anzeiger". 

"Der Pokal hat nichts mit dem Spiel am Sonntag zu tun, und umgekehrt. Beide Mannschaften werden alles dafür geben, beide Spiele zu gewinnen. Das ist doch normal: Im Pokal willst du weiterkommen, im Punktspiel willst du gewinnen."

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Einen klaren Favoriten sieht er allerdings nicht - im Gegenteil: Beide Mannschaften seien Bundesligisten, beide stünden in ähnlichen Tabellenregionen, beide hätten eine vergleichbare Qualität, meint Baumgart. "Wer da eine Favoritenrolle zuspricht, dem sage ich: Na ja, dann mach das eben."

Steffen Baumgart über Pfiffe gegen FC-Trainer René Wagner: "Habe kein Verständnis dafür"

Zuletzt coachte der gebürtige Rostocker seinen Herzensklub Union Berlin.
Zuletzt coachte der gebürtige Rostocker seinen Herzensklub Union Berlin.  © Soeren Stache/dpa

René Wagner (38) ,sein Nachfolger als Trainer beim FC, mit dem er selbst viele Jahre zusammengearbeitet hat, lobt der 54-Jährige indes trotz der aktuell ausbleibenden Ergebnisse. Wagner zeichne sich vor allem durch seine Akribie und seinen Fleiß aus: "Ein absoluter Vollbluttrainer, der mit Leidenschaft seinen Job macht", so Baumgart. 

Die anhaltende Kritik der Kölner Fans an dem 38-Jährigen kann der Übungsleiter dementsprechend nicht nachvollziehen. Insbesondere für die "Wagner raus"-Rufe nach dem biederen 0:0-Unentschieden gegen den FC Schalke 04 am Samstag habe er kein Verständnis, erklärt er. 

"Natürlich gibt es Frust, wenn man nach einem Heimspiel gegen einen direkten Konkurrenten nur einen Punkt holt und gerne drei gehabt hätte", weiß Baumgart. Die Suche nach einem Schuldigen sei aber nicht der richtige Weg: "Es gibt keine Schuldfrage. Das ist Sport - und zum Sport gehört alles dazu. Da sollte man ein bisschen Geduld haben und nicht gleich alles erwarten."

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Zumal man auch beachten müsse, dass es für die Kölner erst das zweite Jahr in der Bundesliga nach dem Aufstieg ist und die Liste der Verletzten lang sei. "Das gehört alles zum Bild, nicht nur das Ergebnis. Vieles von dieser Kritik hat mit René gar nichts mehr zu tun. Man hat das Gefühl, dass Leute nur noch Frust ablassen", betont der Rostocker. 

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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