Rasenturnier in Berlin säuft ab! Tennis-Klub muss Anlage räumen lassen, dann gibt's Zoff mit der Security

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Berlin - Keine leichten Stunden für die Veranstalter der Berlin-Tennis-Open im Grunewald! Nach einem schlimmen Unwetter mit Gewitter, heftigem Starkregen und Sturm ist die Anlage des LTTC Rot-Weiß Berlin, wo das Turnier stattfindet, teilweise abgesoffen.

Die Tennis-Anlage des LTTC Rot-Weiß im Berliner Grunewald wurde von einem heftigen Unwetter erfasst.
Die Tennis-Anlage des LTTC Rot-Weiß im Berliner Grunewald wurde von einem heftigen Unwetter erfasst.  © Andreas Gora/dpa

Eigentlich sollte am Sonntag um 12 Uhr das Finale des WTA-500-Rasenturniers der Damen zwischen der US-Amerikanerin Jessica Pegula (32) und der Tschechin Linda Noskova (21) im Steffi-Graf-Stadion steigen. Doch ab 11 Uhr wurde der Berliner Grunewald, wo sich die Anlage befindet, vom schweren Gewitter erfasst.

Viele Zuschauer waren da bereits vor Ort, weil ein Doppel-Halbfinale lief. Binnen weniger Minuten wurden die Wege und auch Plätze geflutet. Deshalb ließ der Veranstalter das Gelände umgehend räumen, auch weil nach Bild-Informationen Stromkabel frei liegen und somit bei Unwetter Lebensgefahr drohte.

"Die starken Wassermassen haben Teile der Infrastruktur auf dem Gelände beschädigt. Trotz eines intensiven Austauschs mit dem Deutschen Wetterdienst trat das Unwetter in dieser Intensität überraschend ein", erklärte das Turnier auf Instagram und bat die Fans, die noch nicht da waren, auch nicht anzureisen.

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Bei der Räumung der Anlage soll es mit dem Security-Dienst zu Problemen gekommen sein, darüber beschweren sich zahlreiche Besucher des Turniers unter dem Beitrag des Klubs auf Instagram.

So wurden die Zuschauer demnach zunächst in Richtung Auerbachtunnel und der S-Bahn-Station Grunewald geführt. Dabei sollen einige Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes nicht nur verbal ausfällig geworden sein, sondern auch Besucher gepackt und geschoben haben.

Berlin-Tennis-Open reagieren auf heftige Beschwerden und entschuldigen sich

Zahlreiche Bereiche der Anlage stehen komplett unter Wasser.
Zahlreiche Bereiche der Anlage stehen komplett unter Wasser.  © Andreas Gora/dpa

"Wenn Besucher nach der Räumung im Regen im Wald- und Bahnhofsbereich stehen, entsteht genau diese Unsicherheit. Nach meinem Verständnis geht es bei Sicherheits- und DGUV-Empfehlungen nicht nur darum, ein Gelände zu räumen, sondern Besucher geordnet in geeignete Schutzbereiche zu führen", schrieb User "Tobias".

Eine andere Userin wurde noch deutlicher: "Die Sicherheitskräfte schrien immer wieder, dass die Turnierveranstalter wollten, dass alle das Stadion verlassen. Wir wurden mitten in einem sintflutartigen Regenguss und unter Blitzschlägen hinausgetrieben. Sie sagten, auf der Straße sei es sicherer als unter der überdachten Betontreppe im Stadion. Was ist das denn für eine Sicherheit? Das sind Amateure – die kümmern sich überhaupt nicht um die Sicherheit der Menschen!"

Der Veranstalter kümmerte sich mit Hochdruck, das Finale stattfinden zu lassen, bekam Wind von den Beschwerden und entschuldigte sich umgehend auf Instagram.

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"Sollte es im Zuge der Räumung durch einzelne Mitglieder des Sicherheitspersonals zu unangemessenem Verhalten gekommen sein, möchten wir uns hierfür ausdrücklich entschuldigen. Unser Fokus lag darauf, das Gelände schnell und sicher zu räumen", heißt es auf der Turnierseite.

Die Anlage öffnete schließlich um 16 Uhr wieder, das Finale begann kurz nach 17.30 Uhr, das Public Village wurde aber so schwer beschädigt, dass es geschlossen bleiben musste. Das Turnier gewann überraschend die Tschechin mit 6:4, 4:6 und 6:3.

Erstmeldung um 15.05 Uhr, aktualisiert um 20.14 Uhr.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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