Dresden/Suhl - Mackenzie Foley (24) ist der Shootingstar der Volleyball Bundesliga der Damen, avanciert in ihrer Premieren-Saison in Deutschland zur besten Außenangreiferin der Liga. Am Mittwochabend wählte Gegner-Trainer Alexander Waibl (58) sie nach dem 3:0-Erfolg im ersten Finalspiel mit Suhl zur MVP.
Der dürfte in der kommenden Saison womöglich der Coach der US-Amerikanerin sein, denn der Supercup-Sieger soll sich die Dienste der starken Angreiferin für die nächste Spielzeit sichern, in der Szene ist das wohl schon eine Weile bekannt.
Kommt es so, dürfte der Kader der Dresdnerinnen in der kommenden Saison wohl einer der stärksten der vergangenen Jahre sein, denn neben Foley sollen Rückkehrerin Sarah Straube (23) und Diagonalangreiferin Lena Kindermann (27) den sechsfachen Meister besser machen.
Mackenzie Foley besticht nicht nur durch eine enorm stabile Annahme, gute Aufschläge und druckvolle Angriffe, sondern vor allem durch ihre unglaubliche Blockstärke. Sie ist in allen Elementen ligaweit mit vorn, man kann sie als eine der komplettesten Athletinnen der Liga bezeichnen. Sie hat maßgeblichen Anteil am großen Suhler Erfolg, den Pokalsieg und die Qualifikation für die Champions League hat das "Wolfsrudel" schon sicher, das Double könnte mit dem Meistertitel perfekt gemacht werden.
Ihre Verpflichtung wäre für den DSC ein echter Coup. Der VfB hatte Foley im vergangenen Sommer direkt aus den USA geholt und mit ihr einen echten Diamanten ausgegraben.
Das wurde schnell nach ihrer Verpflichtung sichtbar, viele waren überzeugt davon, dass die Thüringerinnen die starke Außen an einen Klub im Ausland verlieren könnten. Doch der DSC hatte da offenbar schneller die Hand drauf.
Zahlreiche Spielerinnen wechselten schon vom VfB Suhl zum DSC
Dass der DSC Spielerinnen aus Suhl holt, ist kein ungewöhnlicher Vorgang, die Liste der Athletinnen, die vom Rennsteig an die Elbe kamen, relativ lang.
Martina Utlá (2012), Mareike Hindriksen (2015) Marrit Jasper und Michelle Petter (beide 2017), Ágnes Pallag, Kayla Haneline und Elisa Lohmann (alle 2022), Hester Jasper und Juliette Fidon-Lebleu (2023) sowie zuletzt Jette Kuipers (2025) nahmen diesen Weg.
Klar, dass die Augen nun auf Mackenzie Foley gerichtet sein werden, wenn sie mit Suhl am Samstag zum zweiten Finalduell in der ausverkauften Margon Arena (19 Uhr) aufschlägt.
Bis dahin hofft der DSC, dass sich die erkrankte Patricia Nestler (24) irgendwie erholen kann. Der Ausfall der Libera und Kapitänin war am Mittwochabend für das Team nicht zu kompensieren.
Nestler ist nicht nur Dreh- und Angelpunkt in der Annahme und Abwehr, sondern als Spielführerin eine der Leaderinnen der Mannschaft.