Doping-Ärger ließ Olympia-Traum platzen: Biathletin ärgert sich bis heute

Antholz (Italien) - Eine positive Dopingprobe kostete die italienische Biathletin Rebecca Passler vergangenen Februar ausgerechnet die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen im eigenen Land. Anschließend konnte die 25-Jährige ihre Suspendierung zwar erfolgreich anfechten, doch da war der Traum bereits ausgeträumt. Ein Schock, den sie bis heute verarbeitet.

Rebecca Passler (25) blieb der Traum von Olympia im eigenen Land verwehrt.  © Hendrik Schmidt/dpa

"Das ärgert mich nach wie vor, ganz klar", erklärte die Südtirolerin jetzt im Interview mit "SportNews".

"Wenn man kurz vor diesem Ziel steht und es dann plötzlich unerreichbar ist, dann macht das etwas mit einem. Zumal ich damals von meiner Sperre aus den Medien erfahren habe. Das mental zu verarbeiten, ist gar nicht so einfach", fügte sie an.

Bei Passler war im Zuge eines Dopingtests die verbotene Substanz Letrozol nachgewiesen worden, woraufhin sie zunächst suspendiert worden war. Das Mittel selbst ist zwar nicht leistungssteigernd, kann aber zur Maskierung der Einnahme von Steroiden verwendet werden.

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Hauptsächlich kommt Letrozol jedoch bei der Behandlung von Brustkrebserkrankungen zum Einsatz. Die Italienerin konnte glaubhaft darlegen, dass sie im Vorfeld der Überprüfung denselben Löffel wie ihre Mutter benutzt hat. Zu diesem Zeitpunkt wusste die Sportlerin aber noch nicht, dass diese an Brustkrebs erkrankt ist.

Die italienische Anti-Doping-Behörde NADO hob die Sperre deshalb zwar im Eilverfahren rasch wieder auf, doch die Einzel-Wettbewerbe in Antholz waren da schon durch und für die Staffel wurde Passler nicht mehr nominiert.

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Rebecca Passler greift in diesem Winter wieder neu an

Diese Saison will Rebecca Passler den bitteren Doping-Rückschlag hinter sich lassen.  © Hendrik Schmidt/dpa

In der anstehenden Saison will sich die frühere Junioren-Weltmeisterin jetzt wieder zurückkämpfen, nachdem sie vergangenen Winter ihre besten Weltcup-Ergebnisse erzielt hatte.

"Darauf wollte ich eigentlich aufbauen, ich hätte mir gewünscht, konstant vorne mitzulaufen. Doch leider kam dann bekanntlich etwas dazwischen", so die Biathletin. "Als Athletin hat mich das damals komplett aus dem Rhythmus geworfen. Diesen gilt es erst wieder aufzubauen."

Tatsächlich konnte sie aber auch etwas Positives aus der schmerzlichen Erfahrung ziehen: "Es hat mich mental stärker gemacht, davon profitiere ich heute - und diese neue Kraft möchte ich mit in den nächsten Winter nehmen. Ich werde wieder angreifen."

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