Ex-Biathlon-Ass Arnd Peiffer gegen Rückkehr russischer Biathleten: "Sie werden immer das Regime vertreten"

Oberhof - Bei der Biathlon-WM in Oberhof (8. bis 19. Februar) fehlen Sportler aus Russland und Belarus. Für Olympiasieger Arnd Peiffer (35) sollte der Ausschluss so lange anhalten, bis der Krieg in der Ukraine beendet ist.

Biathlon Olympiasieger Arnd Peiffer (35) hat sich gegen eine Rückkehr russischer Biathleten ausgesprochen.
Biathlon Olympiasieger Arnd Peiffer (35) hat sich gegen eine Rückkehr russischer Biathleten ausgesprochen.  © Sven Hoppe/dpa

Der 35-Jährige hat sich deutlich gegen eine Rückkehr russischer Athletinnen und Athleten in den Weltsport ausgesprochen.

"Ich würde es nicht gutheißen und finde es schwer vorstellbar, dass man mitten in einem Krieg, in dem vor allem auf die Zivilbevölkerung abgezielt wird, plötzlich sagt, sie dürfen wieder ganz normal mitmachen. Das passt für mich nicht zusammen", sagte Peiffer der Deutschen-Presse-Agentur.

Die russischen Sportler würden auch immer für das System stehen. "Sie werden immer auch das Regime vertreten. Es könnte kein russischer Sportler sagen, er ist gegen den Krieg, denn dann würde man den nicht mehr sehen", betonte der fünfmalige Weltmeister, der 2021 seine Karriere beendet hatte.

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Biathlon-Olympiasiegerin Denise Herrmann-Wick spricht von einer schwierigen Situation

Der Ausschluss russischer Sportler bei der Biathlon-WM in Oberhof ist für Denise Herrmann-Wick (34) verständlich.
Der Ausschluss russischer Sportler bei der Biathlon-WM in Oberhof ist für Denise Herrmann-Wick (34) verständlich.  © Hendrik Schmidt/dpa

Für Einzel-Olympiasiegerin Denise Herrmann-Wick (34) ist es eine bittere Situation.

"Auf der einen Seite können viele der Athleten und Athletinnen ja nichts für die politischen Umstände. Auf der anderen Seite bekommt man von der ein oder anderen Athletin aus Russland ein politisches Statement mit, wo man denkt: Wenn die zurückkommen und so eine politische Grundhaltung haben, ist das grenzwertig", teilte die 34-Jährige im Sport1-Interview mit.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte zuletzt eine Kontroverse mit der Ankündigung ausgelöst, Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus trotz des Krieges in der Ukraine Möglichkeiten zur Teilnahme an internationalen Wettkämpfen eröffnen zu wollen.

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Damit könnte diesen Sportlern unter neutraler Flagge auch der Weg zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris offenstehen.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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