"Interessiert kaum jemanden": Deutscher Biathlon-Star erklärt Korb fürs Nationalteam

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München - Vanessa Voigt (29) macht diesen Winter ihr eigenes Ding und trainiert nicht mit dem deutschen Nationalteam. Am Rande des Loop One Festivals in München hat die Biathletin ihre Entscheidung jetzt erklärt.

Vanessa Voigt (29) bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Antholz.
Vanessa Voigt (29) bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Antholz.  © FRANÇOIS-XAVIER MARIT / AFP

"Ja, also ich glaube, das wurde heißer gekocht, als es letztendlich ist", sagte die 29-Jährige beim vom 17. bis 18. Oktober laufenden Skiroller-Event in einer Medienrunde.

Anfang Oktober hatte der Deutsche Skiverband bekannt gegeben, dass sich die gebürtige Thüringerin individuell auf den Weltcupstart am 26. November im finnischen Kontiolahti vorbereiten und die DSV-Lehrgänge dabei sausen lassen werde.

"Für mich ist es im Moment der richtige Weg, die kommenden Wochen stärker individuell zu gestalten und mich dabei auf meine eigenen Bedürfnisse zu konzentrieren. Ich habe das mit den Verantwortlichen offen besprochen und wir haben gemeinsam eine Lösung gefunden", wurde Voigt dabei in der Pressemitteilung zitiert.

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Nun gewährte sie einen tieferen Einblick: "Ich mache ganz normal mein Training, wie jeder andere auch. Ob ich jetzt im Lehrgang dabei bin oder nicht - ich glaube, das interessiert kaum jemanden", erklärte die zweifache olympische Bronzegewinnerin.

Sie habe ihr eigenes Team aufgestellt, dabei ein für sich sehr gut passendes Set-up gefunden und gehe mit großer Motivation in die letzten Wochen der Vorbereitung. Zudem habe sie am Stützpunkt Oberhof ihre "eigenen Ansprechpartner".

"Ich fahre jetzt auch noch mal in die Höhe und mache noch mal für mich einen Höhenblock, weil das die letzten Jahre sehr, sehr gut funktioniert hat", so Voigt weiter.

Vanessa Voigt wird zu viel über sie gesprochen - und zu wenig mit ihr

In einem guten Monat will Vanessa Voigt in Kontiolahti wieder angreifen - und bereitet sich dafür individuell vor.
In einem guten Monat will Vanessa Voigt in Kontiolahti wieder angreifen - und bereitet sich dafür individuell vor.  © Minna Raitavuo/Lehtikuva/dpa

Im offiziellen Statement betonte der DSV, dass er mit der Vize-Weltmeisterin von 2023 im "engen Austausch" bleibe und ihr die "Möglichkeiten und Infrastruktur des DSV" weiterhin zur Verfügung stünden.

Gänzlich zufrieden war Voigt mit der Kommunikation rund um ihre Entscheidung aber offenbar nicht, auch wenn sie nicht ins Detail gehen wollte.

"Also es ist schon grundsätzlich separiert", sagte die deutsche Biathletin und stichelte: "In letzter Zeit wurde da einfach viel über mich gesprochen, aber auch ein bisschen wenig mit mir."

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Ob sich der individuelle Trainingsplan nach zwei eher durchwachsenen Jahren auszahlt, werden die nächsten Monate zeigen.

Die vorletzte Saison musste Voigt nämlich aufgrund einer schweren Erkrankung abbrechen, vergangenen Winter erlebte sie dann die aus deutscher Biathlon-Sicht wohl enttäuschendsten Olympischen Winterspiele seit Langem - auch wenn das nicht unbedingt an Voigt lag. Individuell überzeugte die Skijägerin nämlich durchaus und holte zudem mit der Mixed-Staffel die Bronzemedaille.

Titelfoto: FRANÇOIS-XAVIER MARIT / AFP

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