Doubs (Frankreich) - Schärferer Blick auf die Scheibe! Die große Kristallkugel, vier Medaillen in Mailand und Cortina - Lou Jeanmonnot (27) ist im Biathlon der Damen aktuell das Nonplusultra. Angesichts der großen Erfolge würde man wohl kaum draufkommen, dass die Französin bislang mit einem kleinen Handicap unterwegs war. Doch jetzt hat sie sich deshalb einer Operation unterzogen.
Wie die französische Tageszeitung "Le Progrès" berichtet, legte sich die amtierende Gesamtweltcupsiegerin am gestrigen Donnerstag in ihrem Heimatort Doubs unter den Laser.
Mittels refraktiver Chirurgie - so der Fachbegriff für derartige Augen-OPs - ließ sie ihre Kurzsichtigkeit korrigieren. Bislang trug die Weltranglistenerste während ihrer Wettkämpfe in der Loipe nämlich Kontaktlinsen.
"Ich habe meine Kontaktlinsen nicht mehr ertragen", erzählte Jeanmonnot dem Blatt. Insbesondere bei Nachtrennen sei die Art und Weise, wie die kleinen Sehhilfen das Licht spiegeln, zu einem echten Ärgernis geworden.
Demzufolge lief der Eingriff reibungslos ab. Ohnehin dauert eine entsprechende Laser-Operation meist nur einige Minuten pro Auge, die vollständige Erholung sollte innerhalb weniger Tage oder Wochen vonstattengehen.
Lou Jeanmonnot hatte vor ihrer Augen-OP etwas Angst
Im Interview mit "L'Équipe" hatte Jeanmonnot bereits vor einigen Monaten erklärt, dass sie über eine Augenoperation nachdenke.
"Ich überlege schon, was ich für nächsten Winter verbessern kann, sei es an meinem Gewehr oder beim Sehen. Ich trage Kontaktlinsen und da muss sich etwas ändern. Ich vertrage sie immer schlechter", sagte die Französin damals.
Trotzdem gab sie auch zu, dass sie vor dem mittlerweile durchgeführten Eingriff ein bisschen Angst gehabt habe: "Das ist schon etwas beunruhigend, immerhin handelt es sich um mein Arbeitsinstrument."
Nun sollte weiteren Erfolgen in der kommenden Saison aber nichts mehr im Weg stehen. Vom 20. bis 26. Juni geht es mit dem französischen Frauen-Nationalteam beim Trainingslager in Prémanon wieder los.