Darum müssen die Eislöwen um ihre Fans und den Sonderzug kämpfen

Dresden - "Fans sind eine Macht, wer keine hat, gut' Nacht", dies sang bereits Frank Schöbel. Derzeit kämpfen die Dresdner Eislöwen, damit die Halle voll wird und der Sonderzug am 28. Dezember nach Bad Nauheim rollt.

Jussi Petersen (20, v.) und Yannick Drews (25) traten am Mittwoch auf dem Theaterplatz in die Pedalen und machten Werbung für das Heimspiel.
Jussi Petersen (20, v.) und Yannick Drews (25) traten am Mittwoch auf dem Theaterplatz in die Pedalen und machten Werbung für das Heimspiel.  © Enrico Lucke

Auf dem Theaterplatz in Elbflorenz traten am Mittwoch die Stürmer Yannick Drews (25), Jussi Petersen (20) und Matej Mrazek (22) in die Pedalen.

Hinter ihren E-Bikes war ein Hänger mit großen Werbeplakaten für das kommende Heimspiel. "Das ist einer der Bausteine, die wir nach Corona in die Hand nehmen müssen, um den Fan und die Sportbegeisterten wieder mehr in die Halle zu bekommen", erklärte Eislöwen-Geschäftsführer Maik Walsdorf (35).

"Wir haben ganz schön zu kämpfen." Der Schnitt liegt derzeit bei knapp 2200 Zuschauern pro Heimspiel. Vor Corona lag er bei fast 3000.

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Früher war's auch kein Problem, dass der traditionelle Sonderzug rollt. Ob diese Saison einer vom Hauptbahnhof abfährt, ist offen.

Eislöwen wollen, dass der Sonderzug rollt, doch erst die Hälfe der Tickets sind weg

Eislöwen-Geschäftsführer Maik Walsdorf (35, v.) saß selbst auf einem Bike. Auch Titans-Geschäftsführer Rico Gottwald war dabei.
Eislöwen-Geschäftsführer Maik Walsdorf (35, v.) saß selbst auf einem Bike. Auch Titans-Geschäftsführer Rico Gottwald war dabei.  © Enrico Lucke

"Es wäre ganz, ganz wichtig", so Walsdorf. Er will "alles in die Wege leiten, dass der stattfindet".

Denn es sei ein "einmaliges Erlebnis" und eine gute Fanbindung, zudem sei es für die Mannschaft wichtig, wenn "300 Leute in einem Gästeblock stehen" und das Team anfeuern.

Bisher wurden laut TAG24-Informationen 160 Tickets verkauft. 300 braucht es mindestens, um die hohen Kosten nur annähernd zu decken.

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Walsdorf verhandelt gerade mit Sponsoren sowie dem Bahnunternehmen, ob sie mithelfen, die Finanzlücke nicht ganz so groß werden zu lassen.

Gleichzeitig hofft er, dass die 300 Anmeldungen kommen. Aber ob es nach Nauheim geht, wird in den "nächsten fünf, sechs Tagen entschieden".

Titelfoto: Enrico Lucke

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