Dresdner Eislöwen machen es offiziell: Er ist der neue Cheftrainer!
Dresden - Den Löwenkäfig brauchte Bo Subr am Dienstag keiner vorzustellen. Der Tscheche kennt ihn. Ob mit Kassel, Frankfurt oder Ravensburg - der 45-Jährige war in den vergangenen Jahren oft als DEL2-Coach da. Ab sofort ist die Joynext-Arena sein neues Zuhause und Subr der neue Dompteur der Dresdner Eislöwen. Er unterschrieb einen Zweijahres-Vertrag, wie der Klub am Dienstag mitteilte.
Eislöwen-Geschäftsführer Maik Walsdorf (38) konnte deshalb wie schon am 21. April 2025 feiern. Damals gewann sein Team im DEL2-Finale gegen Subrs Ravensburger Spiel drei mit 5:2. Am Ende bekanntlich die komplette Serie.
Jetzt, exakt ein Jahr später, der nächste Sieg gegen Ravensburg: Walsdorf lockte deren Coach nach Elbflorenz. Dresden steht vorm Abstieg aus der DEL und der Rückkehr in die DEL2 und der neue Coach soll das Team zurück ins Oberhaus führen.
"Bo ist ein absoluter Fachmann mit klarer Struktur und einer modernen Herangehensweise. Er bringt die richtige Mischung aus Erfahrung, Energie und Konsequenz mit, um unserer Mannschaft eine klare Richtung zu geben. Gerade in der aktuellen Situation ist es wichtig, Stabilität aufzubauen und gleichzeitig neue Impulse zu setzen. Wir sind überzeugt, dass er hervorragend zu unserem Standort passt", erklärte Sportdirektor Jens Baxmann (41).
Dass Bo Subr der Richtige dafür sein kann, zeigte er in seiner Karriere. Der Ex-Stürmer machte auf sich aufmerksam, als er dreimal in Folge Oberligameister mit den Niederländern aus Tilburg (2016–2018) wurde.
Er wechselte nach Frankfurt und wurde DEL2-Meister, durfte aber nicht aufsteigen und führte Kassel zweimal in Folge zur Hauptrunden-Meisterschaft. Zuletzt agierte er erfolgreich in Ravensburg. Mit anderen Worten: Subr steht für Erfolg und liefert Erfolg!
Nach Bo Subr als Chef sollen noch ein Assistent sowie ein Torwarttrainer und ein Athletikcoach geholt werden
"Ich habe Dresden zuletzt aus der Perspektive des Gegners sehr intensiv erlebt und dabei auch gespürt, welche Energie in diesem Standort steckt – vor allem durch die Fans. Genau darauf freue ich mich jetzt. Die Eislöwen sind ein ambitionierter Klub mit viel Potenzial. Es geht nun darum, die richtigen Grundlagen zu legen und gemeinsam eine Mannschaft zu formen, die hart arbeitet und mit Leidenschaft auftritt", sagt Bo Subr selbst zu seinem neuen Engagement.
Als Spieler war der Mann aus dem tschechischen Tabor ein Weltenbummler. Er stürmte regelrecht in mehreren Ländern. Mit 17 zog es ihn zu den Guelph Storm nach Kanada. Den Traum von der NHL erfüllte er sich nicht, spielte aber in den USA, Tschechien, Frankreich, Schweden, Norwegen, Serbien und den Niederlanden. Da blieb er hängen und begann seine erfolgreichere Trainer-Karriere.
Die er jetzt in Dresden mit dem Aufstieg und einem möglichen Job als Chef eines DEL-Klubs krönen will. Bis zum Saisonstart der DEL2 (18. September) ist noch Zeit, Dresden genau anzuschauen. Deshalb gibt's eine Stadtrundfahrt, auf der der Routinier offiziell präsentiert wird.
Zuvor hatten die Eislöwen die Verträge mit Coach Gerry Fleming (58) und Co-Trainer Craig Streu (57) aufgelöst. Sie hatten ohnehin nur eine Option für den Fall des DEL-Klassenerhalts. Der ist theoretisch nur noch möglich, wenn der DEL2-Meister (Kassel oder Krefeld) keine Lizenz erhalten sollte.
Neben Subr wollen die Eislöwen noch einen Co-Trainer sowie einen Torwarttrainer und einen Athletikcoach engagieren, "um optimale Voraussetzungen für die sportliche Entwicklung der Mannschaft zu schaffen."
Titelfoto: Imago / Eibner

