Eislöwen wildern bei sächsischem Rivalen: Ex-Profi wird neuer Sportdirektor!

Dresden/Weißwasser - Die Dresdner Eislöwen haben zum Jahresstart einen neuen Sportdirektor gefunden und sich dafür bei einem Lokalrivalen bedient: Jens Baxmann (40) kommt von den Lausitzer Füchsen an die Elbe.

Wechselt innerhalb Sachsens von den Füchsen zu den Eislöwen: Jens Baxmann (40).
Wechselt innerhalb Sachsens von den Füchsen zu den Eislöwen: Jens Baxmann (40).  © Thomas Heide

Das gab der abstiegsbedrohte DEL-Club am Samstag offiziell bekannt. Demnach wurde der Vertrag des Ex-Profis in Weißwasser zuvor in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst.

"Mit Jens Baxmann übernimmt eine Persönlichkeit den Aufgabenbereich des Sportdirektors, die nicht nur jede Menge DEL-Erfahrung aus seiner aktiven Zeit mitbringt, sondern auch mit der DEL2 und der aktuellen Situation vertraut ist", erklärte Eislöwen-Geschäftsführer Maik Walsdorf.

Sein besonderer Dank gelte Füchse-Boss Dirk Rohrbach, der dem brisanten Wechsel vom Lausitzer Nachbarn keine Steine in den Weg gelegt habe.

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"Es ist nicht selbstredend, dass ein solcher Wechsel vollzogen werden kann. In einem transparenten und fairen Austausch konnten wir gemeinsam eine Lösung finden, die zeigt, wie Clubs im sächsischen Sport trotz historischer Rivalität im Sinne der Sache agieren können", so Walsdorf weiter.

Baxmann spielte während seiner aktiven Zeit ganze 18 Jahre für die Eisbären Berlin, mit denen der Verteidiger siebenmal Deutscher Meister wurde. Außerdem stand er in 39 Spielen mit der deutschen Nationalmannschaft auf dem Eis.

Jens Baxmann spielte vor wenigen Jahren noch gegen die Eislöwen, wie hier im November 2021. (Archivfoto)
Jens Baxmann spielte vor wenigen Jahren noch gegen die Eislöwen, wie hier im November 2021. (Archivfoto)  © Lutz Hentschel

Jens Baxmann beerbt Matthias Roos bei den Dresdner Eislöwen

In Dresden tritt Jens Baxmann die Nachfolge von Matthias Roos (45) an, von dem sich die Eislöwen Ende November getrennt hatten.
In Dresden tritt Jens Baxmann die Nachfolge von Matthias Roos (45) an, von dem sich die Eislöwen Ende November getrennt hatten.  © Lutz Hentschel

2022 beendete er seine Karriere bei den Füchsen, die ihn daraufhin zunächst als Berater in Ostsachsen behielten. Nach Abschluss seines Fernstudiums im Bereich Sportmanagement übernahm er schließlich den Posten als Sportlicher Leiter.

In Dresden tritt "Baxi" jetzt die Nachfolge von Matthias Roos (45) an, der im Zuge der sportlichen Talfahrt Ende November gemeinsam mit Aufstiegscoach Niklas Sundblad (53) seinen Hut nehmen musste.

An Arbeit wird es dem gebürtigen Wernigeröder in der JOYNEXT Arena nicht mangeln, immerhin muss er für den Abstieg und das Klassenerhalt-Wunder gewappnet sein.

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"In Dresden stehen wir vor einer herausfordernden Aufgabe, bei der wir in den kommenden Wochen klar zwei sportliche Planungsszenarien abbilden müssen. Was es bedeutet, alles für den Ligaverbleib in die Waagschale zu werfen, habe ich als Spieler selbst in Iserlohn erlebt – mit all dem Druck, den Zweifeln, aber auch mit dem besonderen Zusammenhalt, der in solchen Momenten entsteht", warf der 40-Jährige bereits einen Blick voraus.

Titelfoto: Bildmontage: Lutz Hentschel, Thomas Heide

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