Eislöwen testen gegen Ösi-Erstligisten! Ein Fingerzeig für die neue Saison?
Dresden - Offiziell sind die Dresdner Eislöwen noch erstklassig. Ob's so bleibt, entscheidet sich womöglich am 17. Mai. Parallel plant der sportliche DEL-Absteiger erstklassige Testspiele.
Am 19. August rollt der Teambus mit den Cracks von Bo Subr (45) Richtung Slowenien. Kurz vor der Grenze stoppt der Tross in Villach. Beim (Noch-)Team von Adam Helewka (30).
Der Stürmer wird wohl an die Elbe wechseln und seinen Vertrag beim österreichischen Erstligisten auflösen. Ist das Testspiel am 21. August Teil des Deals? Zudem ist auf der "Rückfahrt" ein weiteres Spiel gegen einen Ösi-Erstligisten in Planung.
Warum haben die Eislöwen solche Top-Gegner? Planen sie insgeheim doch mit der DEL? "Für uns ist die Reise eine wichtige Erfahrung innerhalb der Vorbereitung. Gerade Spiele gegen internationale Gegner geben uns noch einmal andere Eindrücke und Herausforderungen", so Sportdirektor Jens Baxmann (41). "Gleichzeitig ist so ein Trip auch für den Teamgeist wertvoll, denn so eine gemeinsame Reise stärkt den Zusammenhalt und fördert die mannschaftliche Entwicklung."
Bis dahin ist klar, in welcher Liga die Eislöwen spielen. Vom DEL2-Meister und potenziellen Aufsteiger Krefeld kommen immer noch keine klaren Aussagen.
Woran hakt es bei den Pinguinen aus Krefeld?
Die Rheinische Post veröffentlichte am Freitag ein Interview mit Hauptgesellschafter Peer Schopp. Darin hielt sich dieser wieder zurück: "Aktuell sind wir immer noch beim geschätzten Verhältnis von 60:40 pro DEL. Mein Kopf qualmt. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass man eben nicht den falschen Schritt machen darf."
Am 17. Mai müssen die Lizenzunterlagen für die DEL abgegeben werden. Und 1,4 Millionen Euro als Bürgschaft hinterlegt sein. Passiert dies nicht, werden gut 240.000 Euro an Strafe fällig. Hat der Meister Probleme, die Bürgschaft zu stemmen? Sind Geldgeber abgesprungen? Fragen, die bis zum Ende der kommenden Woche geklärt werden.
Der Nicht-Aufstieg hätte ein Geschmäckle. Grund: Vor zehn Jahren flog Thomas Popiesch (60) als Coach in Dresden raus, wechselte nach Bremerhaven. Der Club kaufte sich nach seinem Viertelfinal-Aus in der DEL2 die DEL-Lizenz von Hamburg.
Jetzt schaffte der Coach mit Krefeld sportlich den Aufstieg, könnte aber wirtschaftlich den Kürzeren ziehen und die Eislöwen davon profitieren.
Titelfoto: imago/GEPA

