Exakt elf Jahre nach seiner Winter-Game-Premiere: Trifft Eislöwe Turnbull auch heute?
Dresden - Exakt vor elf Jahren, am 10. Januar 2015, schoss der jetzige Eislöwen-Kapitän Travis Turnbull (39) im Winter Game der Düsseldorfer EG gegen die Kölner Haie das Tor zum 1:0, am Ende gewann sein Team mit 3:2 vor 51.125 Zuschauern in der damaligen Esprit Arena.
Für den 39-Jährigen könnte sich am Samstag ein Kreis schließen, sollte ihm im DEL Winter Game 2026 im Rudolf-Harbig-Stadion gegen die Eisbären Berlin (17 Uhr) erneut ein Treffer gelingen. Seit Donnerstag durfte das Team dreimal im Tempel von Dynamo Dresden trainieren.
Am Freitag begann es ordentlich zu schneien in Dresden, die Vorfreude auf das Spiel des Jahres ist riesig. "Es ist ein wunderschönes Stadion, das Eis ist super. Die Art und Weise, wie alles hergerichtet wurde, ist perfekt", schwärmte Turnbull.
Die Eisbären unterlagen am Donnerstagabend bei den Iserlohn Roosters (3:4), kassierten in den vergangenen zehn Spielen sieben Niederlagen und wären aktuell nicht einmal direkt für die Play-offs qualifiziert.
Mit zwei gemieteten Nightlinern reiste das Team in der Nacht zu Freitag an.
Eishockey vor dem K-Block: Da geht das Sportlerherz von Niklas Postel auf
Aus Sicht von Turnbull sind die Umstände kein Vorteil. "Wir machen uns keine Gedanken darüber, in welcher Situation sich der Gegner befindet, wir müssen uns auf uns fokussieren und unser Spiel spielen. Aber klar, es ist unser Heim-Eis", findet der Stürmer dann doch einen kleinen Pluspunkt für den Gastgeber.
Sein Team will sich von der Show und den Besonderheiten drumherum nicht beeindrucken lassen. "Wir sind alles Profis. Wenn Du die Schlittschuhe anziehst und der Puck fällt, dann blendet man alles andere aus", macht der Kapitän klar.
Auch sein Sturm-Kollege Niklas Postel (27) ist voller Vorfreude. "Ich selbst war schon ein paar Mal im Stadion und habe den Dynamos beim Kicken zugeschaut. Die einen oder anderen Spieler erzählen ab und zu, dass es unfassbar ist, was von den Rängen runterkommt. Wenn man dann selbst mal unten steht und die Wand vor sich hat, das ist geil, da geht das Sportlerherz auf. Ich habe Bock drauf und es wird sicher ein geiles Event", blickt der 27-Jährige voraus.
Die Mannschaft will die Energie aufnehmen und vielleicht die Sensation mit dem ersten Sieg der Vereinsgeschichte gegen den Rekordmeister schaffen.
Titelfoto: Bildmontage: Thomas Heide, IMAGO/Reviersport

