Ortega trifft doppelt, doch das Eislöwen-Wunder ist nur noch theoretisch möglich

Wolfsburg - Der große Traum vom Eislöwen-Wunder und dem Verbleib in der DEL ist nur noch theoretisch möglich. Die Frankfurter Löwen besiegten die Eisbären Berlin mit 4:1, der Abstand auf Platz 13 wuchs auf 16 Zähler an, weil die Dresdner an einem geschichtsträchtigen Abend in Wolfsburg 2:4 (1:1, 1:2, 0:1) verloren.

Austin Ortega traf in Wolfsburg doppelt, doch bei 16 Punkten Rückstand auf Frankfurt haben die Eislöwen so gut wie keine Chance mehr auf den Klassenerhalt.  © imago/kolbert-press

Neun Spieltage vor Ende der Hauptrunde (15. März) kann Sportdirektor Jens Baxmann (40) den Kader für die kommende DEL2-Saison planen. Die Fans müssen wieder nach Weißwasser, Crimmitschau oder Weiden - bitter!

Das große Problem der vergangenen Wochen unter Coach Gerry Fleming (58) wurde auch in der Autostadt deutlich: die Abschlussschwäche! Zwar kamen die Eislöwen besser aus ihrem Drittel, aber wie am Freitag gegen Iserlohn ließen sie Riesenchancen liegen. So wie Austin Ortega, der freistehend vor Grizzly-Goalie Dustin Strahlmeier nicht einnetzte. In den vorangegangenen elf Partien hatte er nur einmal getroffen.

Am Freitag haderte Lance Bouma: "Wir spielen gut, haben Chancen, nur treffen wir nicht. Das Team muss weiter zusammenhalten, den Glauben dran haben. Wenn der Knoten platzt, kann dies anders ausgehen."

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Gegen die Grizzlys platzte er nicht. Die Hausherren trafen aus spitzem Winkel durch Ethan Prow (18.). Ortega konnte zwar 19,1 Sekunden vorm Ende des ersten Abschnitts Strahlmeier knacken, aber danach schlugen Spencer Machacek (25.), Luis Schinko (26.) zu - 1:3. Ortega (38.) ließ die Eislöwen-Fans mit seinem 19. Saisontor beim 2:3 hoffen.

Doch 55 Sekunden vorm Ende zirkelte Strahlmeier die Scheibe ins leere Dresdner Gehäuse. Das erste Goalie-Tor in der DEL.

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