Crimmitschau - "Wir sind sehr glücklich heute. Die Mannschaft hat zwei wichtige Punkte geholt und der Blick ins Stadion war einmal mehr überwältigend", sprach Eispiraten-Sprecher Aaron Frieß wohl vielen aus dem Herzen.
Klar, der 2:1-Overtime-Krimi gegen Freiburg fühlte sich hinterher mehr nach einem verlorenen als nach zwei gewonnenen Punkten an, aber was am Blaulichttag auf den Rängen los war, wischte den Ärger darüber kurz beiseite.
"Mit über 1900 Leuten hatten wir einen Rekord an Anmeldungen für den Blaulichttag. Man sieht, dass dieser angenommen wird, und wir erfahren viel positives Feedback und Dankbarkeit. Etwas, was wir nur zurückgeben können für den täglichen Einsatz dieser vielen haupt- und ehrenamtlichen Leute. Ich glaube, dass wir diese mit solchen Aktionen noch weiter in den Mittelpunkt der Gesellschaft rücken können", traf Frieß den Nagel auf den Kopf.
Feuerwehr, Rettungsdienst, Wasserwacht oder Pflegekräfte, sie alle waren am Sonntag im Sahnpark zu einem symbolischen Eintrittspreis eingeladen.
Dass sie unverzichtbar sind, zeigte sich im ersten Drittel, als es im Zuschauerbereich einen medizinischen Notfall gab, weshalb es im Sahnpark für einige Minuten mucksmäuschenstill wurde.
Als dann wieder richtig Feuer unterm Hallendach war, stach einer mit heraus, den man zwei Monate lang nicht mehr auf dem Eis sah: Ladislav Zikmund (30). Der tschechische Flügelstürmer arbeitete unermüdlich, was Coach Jussi Tuores sehr imponierte: "Er kam in keiner einfachen Situation für uns hinein, war heute aber exzellent!"