Sein letztes Rennen wird abgesagt! Deutscher Ski-Star beendet Rekord-Karriere
Garmisch-Partenkirchen - Nach 22 Jahren ist Schluss! Der deutsche Skirennfahrer Romed Baumann (40) hat seine lange Weltcup-Karriere mit sofortiger Wirkung beendet. Bitter: Sein eigentlich letztes Rennen, der Super-G in Garmisch-Partenkirchen, musste wegen Nebels abgesagt werden.
Sein letztes Rennen war damit die Abfahrt am Samstag, mit der Baumann einen Rekord aufstellte: Er bestritt seine 167. Abfahrt auf Weltcup-Niveau, niemand schaffte mehr. Nach dem Rennen hatte der gebürtige Österreicher, der erst seit 2019 für Deutschland startet, seinen Rücktritt beschlossen.
"Ich habe das gestern Nachmittag entschieden", sagte er am Eurosport-Mikrofon: "Ich habe gewusst, jetzt ist es so weit."
In der Abfahrt hatte der 40-Jährige festgestellt, dass er sich nicht mehr in der Lage sehe, sich am Limit zu bewegen - die logische Konsequenz war das Karriereende.
Eigentlich hätte noch der Super-G folgen sollen, es wäre sein 387. Rennen gewesen. Doch so weit kam es nicht, das Wetter machte Baumann einen Strich durch die Rechnung.
"Der Nebel hat leider nicht mitgespielt. Es war trotzdem schön, die Mannschaft hat mich verabschiedet und mit Sekt geduscht. Das passt so", sah Baumann sein abgesagtes Abschiedsrennen pragmatisch.
Ski Alpin: Romed Baumann startete erst seit 2019 für Deutschland
Baumann gab sein Weltcup-Debüt bereits 2004, damals noch für sein Geburtsland Österreich. 2019 nahm er nach seiner Hochzeit mit der deutschen Skifahrerin Veronika Eller die deutsche Staatsbürgerschaft an und wechselte daraufhin zum DSV.
Sein größter Erfolg unter deutscher Flagge war WM-Silber im Super-G 2021, schon für Österreich hatte er zwei WM-Medaillen geholt. Insgesamt stand er 13-mal auf dem Weltcup-Podest, davon zweimal in der Super-Kombination ganz oben, in dieser Saison allerdings konnte er an seine Vorleistungen nicht mehr anknüpfen.
Er fuhr nur zweimal unter die besten 20 und verpasste damit die Qualifikation für die Olympischen Spiele - auch ein Grund für seinen Rücktritt, wie Baumann erklärte.
Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
