Lindsey Vonn reißt sich das Kreuzband und will trotzdem bei Olympia starten
Cortina d'Ampezzo (Italien) - Am Freitag stürzte Ski-Superstar Lindsey Vonn (41) schwer in der Abfahrt von Crans-Montana. Nun steht fest: Sie riss sich dabei das Kreuzband im linken Knie - und will trotzdem bei den Olympischen Spielen starten!
Bei einer Pressekonferenz gab die US-Amerikanerin am Dienstag ihre Diagnose bekannt und machte klar, dass sie das auf dem Weg zu ihrem großen Ziel nicht stoppen wird.
"Ich weiß, meine Chancen sind nicht mehr so groß wie vorher. Aber solange es eine Chance gibt, werde ich es versuchen", kündigte die 41-Jährige ihre Teilnahme an der olympischen Abfahrt am kommenden Sonntag an.
Neben einem komplett gerissenen vorderen Kreuzband zog sich die viermalige Gesamtweltcupsiegerin auch eine Knochenprellung zu. Als sie am Dienstag jedoch Ski gefahren sei, habe sie sich gut gefühlt: "Ich bin zuversichtlich, dass ich bei den Olympischen Spielen Ski fahren kann."
Vonn war bei der Abfahrts-Generalprobe in der Schweiz schwer gestürzt, in den Fangzäunen gelandet und lange liegen geblieben. Zwar konnte sie den Berg schließlich selbstständig herunterfahren, hielt sich aber immer wieder das Knie und wurde schließlich per Helikopter in die Klinik geflogen.
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Für Vonn ist es nicht die erste schwere Knieverletzung, ihr rechtes Knie wurde sogar derart in Mitleidenschaft gezogen, dass sie sich nach ihrem zwischenzeitlichen Rücktritt eine Teilprothese einsetzen ließ.
Entsprechend nahm Vonn den erneuten Rückschlag mit Galgenhumor.
"Ich fühle mich besser als 2019 bei der WM, und da hatte ich keinen Kreuzbandriss", sagte die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2010, die in Cortina ihre fünften Spiele erleben wird.
Sie sei aktuell sogar schmerzfrei: "Wenn ich mir mein Knie anschaue, fühle ich mich stabil. Ich fühle mich stark, mein Knie ist nicht geschwollen, und mithilfe einer Kniebandage bin ich zuversichtlich, dass ich antreten kann."
Neben dem Start in der Abfahrt schloss Vonn auch einen Auftritt im Super-G und in der Team-Kombination nicht aus.
Dafür müsse sie allerdings erst einmal die Abfahrt überstehen, erklärte Vonn: "Ich muss erst 85 Meilen die Stunde fahren, dann kann ich es sagen."
Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

