Vikersund (Norwegen) - Schock-Szenen vor dem Skifliegen in Vikersund! Am Freitag starten sowohl Männer als auch Frauen mit der Qualifikation vom "Monsterbakken" in Norwegen in das vorletzte Weltcup-Wochenende der Saison, schon am Donnerstag gab es allerdings Testsprünge – mit üblem Ausgang für den Italiener Andrea Campregher (24).
Bei seinem zweiten Testdurchgang hebelte es den 24-Jährigen in der Luft aus, sein Ski verdrehte sich komplett, woraufhin er auf die Seite gedreht wurde, abstürzte und mit der Schulter voran auf den Hang prallte.
Mit hoher Geschwindigkeit rutschte er den Hang hinunter, verlor dabei beide Ski und einen Schuh und blieb schließlich im Auslauf reglos liegen. Sofort eilte medizinisches Personal herbei, Campregher konnte sich nach kurzer Zeit aber glücklicherweise selbstständig aufsetzen und seinen eigenen Helm abnehmen.
Schon bei seinem ersten Sprung hatte ihn eine Bö unglücklich erwischt, Campregher hatte sich gerade noch in der Luft halten und den Sprung früh beenden können. Beim zweiten Flug hatte der 24-Jährige nicht so viel Glück.
Nach dem schlimmen Sturz wurde der junge Italiener umgehend in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht.
Die Sprünge von Andrea Campregher im Video
Skispringen: Andrea Campregher hat seine Karriere eigentlich schon beendet
"Ich hatte gerade ein Gespräch mit dem medizinischen Personal. Sie sind zuversichtlich, aber er ist jetzt auf dem Weg ins Krankenhaus in Drammen für weitere Untersuchungen", gab FIS-Renndirektor Sandro Pertile (57) beim norwegischen NRK zumindest leichte Entwarnung.
Weitere Informationen über den Gesundheitszustand des Italieners gibt es am Tag nach dem Sturz aber noch nicht.
Eigentlich hatte Campregher seine Karriere nach der vergangenen Saison beendet, weil er keinen Sponsor gefunden hatte, mit dem er den Weg bis zu den Olympischen Spielen in Italien gehen konnte. Wieso war er also trotzdem auf der größten Schanze der Welt unterwegs?
Auch nach dem Karriereende blieb der 17-malige Weltcup-Starter dem Skispringen treu, arbeitet als Berater für das chinesische Team und testete am Donnerstag deren Anzüge – mit fatalem Ende.