Tokio (Japan) - Absprung auf die Schanze! Nach dem Aus der Nordischen Kombination bei den Olympischen Winterspielen reagiert ein erster Star der Disziplin und kehrt ihr ebenfalls den Rücken. Der Japaner Ryōta Yamamoto (29) wechselt gänzlich zum Skispringen.
Das gab der NoKo-Bronzegewinner von Peking in einer offiziellen Mitteilung auf seinem Instagram-Kanal bekannt.
"Ich habe beschlossen, zum Skispringen zu wechseln", schrieb der 29-Jährige. "Die Nordische Kombination hat mich als Mensch enorm weitergebracht. Diesen Sport aufzugeben, der mir so viele Erfahrungen ermöglicht und die Unterstützung so vieler Menschen eingebracht hat, ist sehr traurig und nicht leicht."
Er werde auch weiterhin stets stolz darauf sein, dass ihn die Disziplin, in der er seit 2017 im Weltcup startete und seit 2018 Teil des japanischen Nationalkaders war, so geprägt hat.
Allerdings habe ihn der "Nervenkitzel beim Absprung von der Schanze" immer am meisten fasziniert und er müsse daher ehrlich zu sich sein. Außerdem machte der Japaner keinen Hehl daraus, dass eine weitere Teilnahme an den Olympischen Spielen sein größtes Ziel bleibe und ihn das ebenfalls zu seiner Entscheidung motiviert habe.
Erst Anfang Juli hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) im schweizerischen Lausanne bekannt gegeben, dass die Mischung aus Skilanglauf und Skispringen bei den Winterspielen 2030 in Frankreich nicht mehr zum Programm gehören wird.
Ski-Team unterstützt Ryōta Yamamoto weiterhin
Als Grund gab das IOC die mäßige Beliebtheit der Nordischen Kombination an. Die Disziplin würde bei "den meisten Beliebtheitsindikatoren" seit den Spielen 2014 in Sotschi den letzten Platz belegen.
Das Nagano Hino Ski-Team, das Yamamoto als Nordischer Kombinierer vertrat, wünscht dem Wintersportler trotz seines Wechsels viel Glück für die Zukunft.
"Yamamoto ist jemand, der durch seinen Sport Träume und Inspiration in der lokalen Gemeinschaft und bei den Kindern weckt. Wir werden seine Bemühungen weiterhin vollumfänglich unterstützen", hieß es in einer Mitteilung.