Vierschanzen-Tournee im Ticker: Hoffmann gibt Einblicke in "Schrecksekunde der Saison"
Deutschland/Österreich - Auch zum Jahreswechsel macht das Skispringen keine Pause. Stattdessen wartet mit der Vierschanzentournee ein absolutes Highlight!
Am Sonntag durchbrach der Japaner Ren Nikaido (24) die Dominanz von Domen Prevc (26) und schnappte sich den Sieg auf dem Bergisel. Der Slowene wird also nicht alle vier Wettkämpfe gewinnen, konnte seine Führung in der Gesamtwertung vor dem Tournee-Finale in Bischofshofen (5. bis 6. Januar) aber trotzdem ausbauen. Damit hält er den Goldenen Adler nun schon fast in den Händen.
Als bester Deutscher überzeugte Felix Hoffmann mit dem fünften Platz, den er auch in der großen Tabelle hält. Auf den nächsten DSV-Triumph nach Sven Hannawald 2002 müssen die hiesigen Fans aber wohl noch mindestens ein Jahr warten.
Alle wichtigen Infos zur 74. Vierschanzentournee findet Ihr im TAG24-Liveticker.
5. Januar, 13.35 Uhr: Felix Hoffmann berichtet von Moment, als Bindung am Balken hängen bleibt
Felix Hoffmann zeigte in Innsbruck mit Platz fünf das nächste gute Springen. Dabei war er zuvor sogar mit dem Schuh am Balken hängen geblieben - ein Moment, in dem ihm das Herz in die Hose rutschte, wie er in seiner sport.de-Kolumne zugab.
Es sei "die Schrecksekunde der Saison" gewesen, schrieb der deutsche Senkrechtstarter: "Ich blieb beim Balkenloslassen im zweiten Durchgang mit dem Schuh hinten am Balken hängen und dies hätte natürlich delikat werden können."
Der 28-Jährige schilderte, was in diesem Moment in seinem Kopf vorging: "In Sekundenbruchteilen huschten die Gedanken durch den Kopf: Hat die Bindung etwas abbekommen? Ist sie beschädigt, geöffnet, oder ist alles in Ordnung? Eine offene Bindung während des Flugs kann natürlich verheerende Folgen haben."
Doch er habe den Gedanken weggedrückt und sich auf den Sprung fokussiert, der dann auch funktionierte - im Auslauf habe er dann endlich "auspusten" können, schließlich sei alles gut gegangen.
5. Januar, 9 Uhr: Halvor Egner Granerud attackiert Veranstalter am Bergisel
Für den Norweger Halvor Egner Granerud war der Sonntag in Innsbruck ein komplett gebrauchter Tag - nach mehreren Zwischenfällen griff er den Veranstalter heftig an.
Mehr zum Thema lest Ihr hier: "Skisprung-Star tobt nach Innsbruck: 'Wünsche Veranstalter alles Schlechte'"
4. Januar, 15.46 Uhr: Die Ergebnisse in der Übersicht
Kein Durchmarsch von Domen Prevc! Der Slowene wird also nicht alle vier Springen gewinnen, baut seine Führung in der Gesamtwertung gegenüber Jan Hörl auf Platz zwei aber trotzdem aus. DSV-Adler Felix Hoffmann festigt hingegen Platz fünf.
1. Ren Nikaido (Japan, 276,50)
2. Domen Prevc (Slowenien, 276,00)
3. Stephan Embacher (Österreich, 275,8)
4. Jan Hörl (Österreich, 269,6)
5. Felix Hoffmann (Deutschland, 267,2)
Philipp Raimund landete am Ende auf dem 12. Platz (247,4), Pius Paschke wurde 28. (225,4).
4. Januar, 15.32 Uhr: Domen Prevc geschlagen, Ren Nikaido gewinnt in Innsbruck
Das Bergiselspringen geht an Ren Nikaido! Der Japaner springt mit 128 Metern auf den ersten Rang, nachdem Jan Hörl mit 126 Metern noch gescheitert war.
Anschließend macht es Stephan Embacher noch einmal spannend, landet am Ende aber hinter Prevc nur auf Rang drei. Felix Hoffmann wird somit Fünfter.
4. Januar, 15.25 Uhr: Domen Prevc liefert ab
Die deutsche Führung hält leider nicht lange, denn Domen Prevc reichen 128 Meter zum zwischenzeitlichen Platz eins.
Den Sieg in Innsbruck hat er damit aber noch lange nicht im Sack.
4. Januar, 15.21 Uhr: Felix Hoffmann übernimmt die Führung!
130,5 Meter setzt Felix Hoffmann im Finale auf die Schanze, obwohl er oben am Balken sogar zunächst hängen geblieben war.
Das bedeutet vorerst die Führung, während "Oh, wie ist das schön"-Gesänge in Innbsruck ertönen.
4. Januar, 15.19 Uhr: Philipp Raimund lässt federn
Philipp Raimund ist der zweite DSV-Adler im Finale, er springt mit 125 Metern einen weniger als in Durchgang eins und bleibt so auch hinter Kobayashi und Forfang zurück.
Die Top zehn werden für den Göppinger damit schwer.
4. Januar, 14.54 Uhr: Pius Paschke ist nicht zufrieden
Als erster Deutscher im zweiten Durchgang hebt Pius Paschke ab, er springt aber nur auf 118 Meter und winkt enttäuscht ab.
Damit dürfte der Münchner keine Plätze aufholen können. "Ich habe mich jetzt bisschen geärgert", sagte er anschließend am ZDF-Mikrofon. "Ich bin davon überzeugt, dass die Idee die richtige ist, aber mir fehlt gerade etwas im Wettkampf, um die Idee dann auch umzusetzen."
4. Januar, 14.39 Uhr: Domen Prevc nur Vierter, Felix Hoffmann und Philipp Raimund weiter stark
Der erste Durchgang ist im Sack - und hatte einige Überraschungen parat!
Prevc (137,30), der bislang noch keinen Durchgang - bis auf die Quali gestern - nicht gewonnen hat, landete hinter den punktgleichen Stefan Embacher aus Österreich und Ren Nikaido aus Japan (beide 139,80) sowie Jan Hörl (138,7) nur auf Rang vier.
Bei den Deutschen konnten Felix Hoffmann (130,00) und Philipp Raimund (126,4) mit den Plätzen sechs und zehn erneut überzeugen, Alexander Geiger (114,00) schaffte es über die Lucky-Loser-Wertung noch gerade so ins Finale, während Karl Geiger (111,00) und Andreas Wellinger (110,00) weniger Glück hatten.
Besonders bitter: Wellinger gelang mit 120 Metern eigentlich ein guter Sprung, doch bei der Landung rutschte ihm ein Skier weg, was letztlich das Aus bedeutete.
4. Januar, 13.53 Uhr: Domen Prevc setzt sich locker durch, Philipp Raimund im Finale
Prevc hat in seinem Duell gegen Valentin Foubert aus Frankreich keine Probleme und springt mit 129,5 Metern in den zweiten Durchgang.
Foubert schiebt sich mit 120,5 Metern auf Rang zwei der Lucky Loser hinter Pius Paschke, der sich zuvor bereits knapp gegen den Schweizer Gregor Deschwanden geschlagen geben musste.
Kurz darauf ist Philipp Raimund gegen Felix Trunz dran, dessen 119 Meter er mit 126 Metern locker überfliegt und vorerst auf Platz vier landet.
4. Januar, 13.30 Uhr: Vorentscheidung in Innsbruck?
Die dritte Station der Vierschanzentournee gilt traditionell als Fingerzeig für den Gesamtsieg. Wer in Innsbruck gewinnt, stemmt kurz darauf in Bischofshofen nicht selten den Goldadler in die Luft.
Das könnte heute in wenigen Momenten auch für Domen Prevc gelten. Der Slowene hat die ersten beiden Springen der Tournee für sich entschieden und geht mit einem Vorsprung von etwa 20 Metern auf dem Bergisel in den Wettkampf.
Sein ärgster Verfolger ist der Österreicher Jan Hörl auf Platz zwei, der allerdings die Qualifikation in Innsbruck auf Platz eins abschloss. Dort erlebte Prevc bei schwierigen Windverhältnissen seinen ersten Rückschlag. Vielleicht kann ihn gleich aber auch ein deutscher Springer ärgern, denn Felix Hoffmann schaffte es gestern auf einen starken fünften Platz. Er bekommt es jetzt im K.o.-Duell mit dem Italiener Alex Insam zu tun.
4. Januar, 12.21 Uhr: Olympiasieger Marius Lindvik bricht Vierschanzentournee ab
Kurz vor dem dritten Wettkampf der Vierschanzentournee in Innsbruck hat ein ehemaliger Top-Springer die Reißleine gezogen: Marius Lindvik (27) reist zurück in seine norwegische Heimat und verzichtet auf eine Teilnahme in Bischofshofen.
Die Qualifikation für das heutige Bergiselspringen hatte der 27-Jährige als 51. am Samstag denkbar knapp verpasst.
"Es ist so schlimm, dass es mir peinlich ist. Ich habe keine Ahnung, warum das passiert. Es ist einfach nur ärgerlich", schimpfte er anschließend beim "Dagbladet" über seine Leistung.
3. Januar, 16.25 Uhr: So lief die Qualifikation in Innsbruck für die DSV-Adler
Die dritte Station der 74. Vierschanzentournee führt die Athleten zum Bergiselspringen nach Innsbruck, wo sich am Samstag alle fünf Deutschen für das Finale der besten 50 qualifizieren konnten. Dort treten sie am Sonntag ab 13.30 Uhr in K.o.-Duellen an.
Bester DSV-Adler in der Qualifikation war Felix Hoffmann (28, 5. Platz), der es nun mit Alex Insam (28, 46.) aus Norwegen zu tun bekommt. Philipp Raimund (25, 16.) tritt gegen den Schweizer Felix Trunz (19, 35.) an, Pius Paschke (35, 23.) gegen dessen Landsmann Gregor Deschwanden (34, 28.). Karl Geiger (32, 39.) trifft auf Rok Oblak (24, 12.) aus Slowenien und Andreas Wellinger (30), der es als 50. gerade so ins Finale schaffte, springt gegen Quali-Sieger Jan Hörl (27) aus Österreich.
Der bisherige Tournee-Dominator Domen Prevc (26) musste hingegen einen herben Rückschlag hinnehmen und sprang bei schwierigen Windverhältnissen mit 112,0 Metern nur auf den 30. Platz.
2. Januar, 19.20 Uhr: Slowenien gibt Erklärung zu Timi Zajc ab
Zweimal wurde Timi Zajc (25) bei der Vierschanzentournee bereits wegen eines fehlerhaften Anzugs disqualifiziert, doch jetzt beteuert sein Verband, dass vielmehr das Messverfahren schuld gewesen sei.
"Zajc hat diesen Anzug genutzt, weil er die Vorgaben bei der Messung vor dem Springen erfüllt hat", erklärte Sloweniens Skisprung-Boss Gorazd Pogorelcnik gegenüber der Nachrichtenagentur STA.
Die Messungen des Weltverbandes FIS ergaben dann aber Abweichungen, der Anzug war drei bzw. vier Millimeter zu groß. Laut Pogorelcnik waren "höchstwahrscheinlich Wetterbedingungen oder natürliche Einflüsse wie Feuchtigkeit oder Temperatur" für die Veränderungen verantwortlich. Darauf wolle man in Zukunft vermehrt achten.
Gegen die Disqualifikation in Garmisch-Partenkirchen hat der Verband inzwischen Einspruch eingelegt, weil die Messung dort nicht wie gewohnt danach, sondern schon davor durchgeführt wurde.
1. Januar, 16.09 Uhr: Kein Podium für DSV-Adler
Ein turbulenter zweiter Durchgang endet mit dem nächsten Sieg von Domen Prevc! Der Slowene ließ sich auch von schwierigen Windbedingungen nicht aus der Ruhe bringen und gewann das Neujahrsspringen mit Weiten von 143 und 141 Metern deutlich vor den beiden Österreichern Jan Hörl (141/131,5 Meter) und Stefan Embacher (134/141,5 Meter).
Während viele Konkurrenten um Hoffmann und Raimund herum bei starkem Rückenwind zurückfielen, trotzten die Deutschen den wechselnden Bedingungen und verloren im zweiten Durchgang jeweils nur eine Position an den Japaner Ryoyu Kobayashi, der mit einem Satz auf 141 Meter gleich sechs Plätze nach oben kletterte. Pius Paschke machte zwei Plätze gut und landete schlussendlich auf dem 21. Platz.
In der Gesamtwertung befinden sich Hoffmann und Raimund auf den Rängen vier und sechs und bleiben damit in Schlagdistanz zum Gesamtpodium.
1. Januar, 15.23 Uhr: Zweiter Durchgang läuft
Das ging schneller als gedacht! Die Probleme mit dem Aufzug sind behoben, die Sportler können normal die Schanze hochfahren.
Der Kanadier MacKenzie Boyd-Clowes, der durch die Disqualifikation von Timmi Zajc unabhängig von seiner Weite weiterkam, eröffnet den zweiten Durchgang.
1. Januar, 15.17 Uhr: Zweiter Durchgang verzögert sich
Was für ein Chaos beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen! Der Beginn des zweiten Durchgangs verzögert sich, weil der Aufzug der Schanze streikt, die Athleten kommen also die Schanze nicht hoch.
Zwar gibt es Treppen, angesichts der Höhe der Schanze ist es für die Sportler allerdings nicht wirklich eine Option, diese zu nehmen, um ihre Beine nicht vor dem Sprung bereits zu ermüden, erklärte ZDF-Experte Severin Freund.
1. Januar, 14.58 Uhr: DSV-Duo Felix Hoffmann und Philipp Raimund überzeugt weiter
Unbeeindruckt von der erneuten Disqualifikation von Timi Zajc haben die deutschen Hoffnungsträger Felix Hoffmann und Philipp Raimund im ersten Durchgang wieder überzeugt!
Hinter dem Führungstrio Domen Prevc (143 Meter), Jan Hörl (141 Meter) und Ren Nikaido (137,5 Meter) ordneten sich Hoffmann auf dem fünften und Raimund (jeweils 134 Meter) auf dem sechsten Platz ein und bleiben damit in Schlagdistanz zum Podium.
Dahinter allerdings schaffte es mit Pius Paschke (126 Meter) nur ein weiterer DSV-Springer in den zweiten Durchgang, der 35-Jährige warf Teamkollege Karl Geiger (122,5 Meter) aus dem Wettbewerb. Auch Andreas Wellinger (124,5 Meter) und Ben Bayer (120,5 Meter) verloren ihre Duelle, keiner der drei schaffte es unter die fünf besten Verlierer, die die Top 30 komplettieren.
1. Januar, 14.35 Uhr: Timi Zajc schon wieder disqualifiziert
Dieses Mal darf er gar nicht erst vom Balken: Schon wieder ist der Slowene Timi Zajc wegen seines Anzugs disqualifiziert worden!
Mitten im ersten Durchgang kam plötzlich die Meldung rein, dass der Anzug des 25-Jährigen bei der Kontrolle durchgefallen ist, dieses Mal soll er um vier Millimeter zu groß gewesen sein. Eigentlich wäre er als Neunter der Qualifikation im letzten Drittel des ersten Durchgangs gestartet, jetzt springt sein Gegner MacKenzie Boyd-Clowes sein Duell allein aus und steht damit automatisch im zweiten Durchgang.
Am 29. Dezember hatte Zajc im Auftaktspringen ursprünglich den zweiten Platz belegt, war dann aber wegen der Beinlänge seines Anzugs disqualifiziert worden. Profitiert hatte der Deutsche Felix Hoffmann, der dadurch aufs Podium nachrückte.
1. Januar, 13.40 Uhr: Karl Geiger und Pius Paschke treten in Garmisch-Partenkirchen gegeneinander an
In wenigen Minuten steht das erste sportliche Highlight des Jahres an: Ab 14 Uhr findet das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen statt. Zwei DSV-Adler eliminieren sich dabei gegenseitig.
Wie schon Andreas Wellinger und Felix Hoffmann in Oberstdorf müssen nämlich Karl Geiger (31. der Qualifikation) und Pius Paschke (20.) gegeneinander antreten, einer von beiden hat deshalb nur über die Lucky Loser die Chance auf den zweiten Durchgang.
Die übrigen Deutschen haben dank solider bis guter Leistungen in der Qualifikation machbare Aufgaben bekommen. Ben Bayer (28.) bekommt es mit dem Schweizer Sandro Hauswirth (23.) zu tun, Andreas Wellinger (27.) trifft auf Robin Pedersen (24.) aus Norwegen. Felix Hoffmann (8.) duelliert sich mit dem türkischen Springer Fatih Arda Ipcioglu (43.), während Philipp Raimund (5.) auf den Finnen Eetu Nousiainen (46.) trifft.
1. Januar, 11.15 Uhr: Artti Aigro muss um Olympia bangen
Das ist doppelt bitter: Der estnische Skispringer Artti Aigro (26) ist im Training vor der Qualifikation von Garmisch-Partenkirchen übel gestürzt. Damit ist nicht nur die Vierschanzentournee für ihn vorzeitig beendet - er bangt nun auch um die Olympischen Spiele.
Aigro war im zweiten Training bei der Landung weggerutscht und musste per Rettungsschlitten aus dem Stadion gebracht werden. Die Diagnose: Neben einem angerissenen Seitenband im Knie zog er sich auch einen Mittelfußbruch im linken Fuß zu. Damit rückt Olympia, die Skisprung-Wettbewerbe der Männer starten am 9. Februar, für den Esten in weite Ferne.
Immerhin bewies der 26-Jährige schon wieder Humor: Auf Instagram postete er ein Bild mit Krücken in seiner Story, das er mit "New Year, New Me" betitelte.
31. Dezember, 17.31 Uhr: So lief die Quali für die DSV-Adler
Sechs Deutsche haben sich für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen qualifiziert.
Darunter sind mit Felix Hoffmann und Philipp Raimund die beiden Springer, die auch schon in Oberstdorf um Spitzenplätze sprangen. Auch der zuletzt schwächelnde Karl Geiger ist beim Wettkampf am 1. Januar mit dabei. Pius Paschke, Andreas Wellinger und Ben Bayer werden ebenfalls mit von der Partie seun. Den weitesten Quali-Sprung landete ein Österreicher: Stephan Embacher flog auf 145,5 Meter - Schanzenrekord!
Der Sieg der Qualifikation ging wenig überraschend an den Dominator des bisherigen Skisprung-Winters - Domen Prevc. Der Slowene erreichte eine Weite von 139,5 Meter.
30. Dezember, 11.49 Uhr: Disqualifikation von Timi Zajc sorgt für Erheiterung
Eigentlich hatte er sich mit dem vierten Platz von seinem Athleten Felix Hoffmann abgefunden, als Bundestrainer Stefan Horngacher mitten im Interview über die Disqualifikation von Timi Zajc informiert wurde. Seine Reaktion sorgt für Schmunzler.
Als der Österreicher erfuhr, dass es den bis dato zweitplatzierten Slowenen getroffen hatte, dessen Anzug rund drei Millimeter zu groß gewesen war, ließ er nämlich ein "Das ist der Falsche!" von sich. Hintergrund des Ausrufs ist wohl die schier übermächtige Dominanz von Zajc' Landsmann Domen Prevc, der sich in einem (hinter ihm) enorm engen Feld bereits nach einem Springen weit absetzte.
Schon jetzt hat der 26-Jährige umgerechnet fast zehn Meter Vorsprung auf den zweitplatzierten Daniel Tschofenig aus Österreich, knapp dahinter folgen die Deutschen. Nach sechs Siegen in den letzten sieben Springen ist mit einem Einbruch von Prevc wohl kaum zu rechnen.
29. Dezember, 18.54 Uhr: Timi Zajc disqualifiziert, Felix Hoffmann springt aufs Podium!
Gute Nachrichten für Felix Hoffmann: Der Deutsche rückt doch aufs Siegertreppchen auf! Der zweitplatzierte Slowene Timi Zajc ist disqualifiziert worden, als ursprünglich Vierter rückt Hoffmann auf den dritten Platz vor.
Bei der Materialkontrolle war festgestellt worden, dass der Anzug von Zajc offenbar um die Winzigkeit von drei Millimetern (!) zu groß gewesen war. Auch Philipp Raimund profitiert vom Aus des Slowenen, ist jetzt Fünfter.
Für Hoffmann ist es das erste Mal in seiner Karriere, dass er bei der Vierschanzentournee auf dem Podest steht. Der 28-Jährige feierte in dieser Saison seinen großen Durchbruch, kurz vor Tournee-Beginn sprang er das erste Mal aufs Podest und ist seither aus der erweiterten Weltspitze nicht mehr wegzudenken.
Nun folgt sein vorläufiger Karriere-Höhepunkt, vor heimischem Publikum konnte er sich auf dem Treppchen bejubeln lassen.
29. Dezember, 18.30 Uhr: Philipp Raimund und Felix Hoffmann überzeugen in Oberstdorf
Nur zwei deutsche Skispringer schafften überhaupt den Sprung in den zweiten Durchgang, diese konnten aber beide überzeugen: Beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee haben Felix Hoffmann (132,5/136 Meter) als Vierter und Philipp Raimund als Sechster (136/133 Meter) die Top Ten erreicht.
Im zweiten Durchgang konnten sich beide DSV-Adler noch nach oben arbeiten, am Ende verpasste Hoffmann das Podium um weniger als zwei Punkte. Beim Sieg des überlegenen Slowenen Domen Prevc (141,5/140 Meter), der wieder in seiner eigenen Liga sprang, komplettierten sein Landsmann Timi Zajc und der Österreicher Daniel Tschofenig punktgleich als Zweite das Podest.
Während Prevc bereits 17,5 Punkte Vorsprung in der Gesamtwertung hat, bleiben die Chancen von Hoffmann und Raimund auf das Gesamtpodium intakt.
29. Dezember, 17.30 Uhr: Nur zwei Deutsche im zweiten Durchgang
Was sich in den vergangenen Wochen bereits angedeutet hatte, setzt sich in Oberstdorf fort: Außer Philipp Raimund und Felix Hoffmann können die DSV-Adler aktuell nicht mithalten. Beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee erreichen nur diese beiden den zweiten Durchgang.
Das aber immerhin mit Top-Leistungen: Hoffmann setzte sich mit 132,5 Metern als Sechstbester durch, Raimund (136 Meter) reihte sich als Siebter direkt dahinter ein.
Den ersten Paukenschlag aus DSV-Sicht gab es schon früh, als Pius Paschke sein Duell mit Robin Pedersen (Norwegen) hauchzart verlor, danach unterlag auch Andreas Wellinger seinem Teamkollegen Hoffmann deutlich. Dass Constantin Schmid gegen Ryoyu Kobayashi aus Japan und Luca Roth gegen den Österreicher Jan Hörl ebenfalls klar verloren, war zu erwarten gewesen, keiner der vier hatte eine Chance, über die Lucky Loser ins Finale einzuziehen.
An der Spitze zog der Slowene Domen Prevc (141,5 Meter) einsam seine Kreise, dahinter komplettierten Hörl und sein Teamkollege Jonas Schuster die Top drei.
29. Dezember, 13.30 Uhr: Diese Duelle erwarten die DSV-Adler heute
Bei der Vierschanzentournee geht es wie üblich etwas anders zu als bei den restlichen Weltcupspringen. Die 50 Athleten, die sich für den Wettkampf qualifiziert haben, kämpfen nicht jeder für sich, sondern in direkten Duellen um den Einzug in die zweite Runde. Die besten fünf Verlierer (Lucky Loser) komplettieren die 30 Springer des Finales.
Für die Deutschen, die in der Qualifikation von Oberstdorf nicht allzu gut abgeschnitten haben, bedeutet das: Die Gegner beim Auftaktspringen sind echte Hausnummern. So bekommt es Constantin Schmid (44. der Qualifikation) mit dem Weltranglisten-Zweiten Ryoyu Kobayashi (7.) aus Japan zu tun, Luca Roth (46.) trifft auf den Österreicher Jan Hörl (5.). Zwischen Andreas Wellinger (39.) und Felix Hoffmann (12.) kommt es zudem zum deutsch-deutschen Duell.
Für den Qualifikations-Zweiten Philipp Raimund heißt der Gegner Junshiro Kobayashi (49.), Pius Paschke (21.) trifft auf den Norweger Robin Pedersen (30.).
28. Dezember, 17.42 Uhr: Karl Geiger scheitert schon in der Qualifikation von Oberstdorf
Herbe Enttäuschung für Karl Geiger! Der fünffache deutsche Weltmeister bekommt seine Formkrise nicht in den Griff und scheitert auf seiner Heim-Schanze in Oberstdorf tatsächlich schon in der Qualifikation.
Beim Sieg des Slowenen Domen Prevc (139,5 Meter) landete Geiger schon nach 106,5 Metern und belegte damit nur den 53. Platz - nur die besten 50 nehmen am Auftaktspringen am Montag (16.30 Uhr) teil.
Neben Geiger scheiterten auch Ben Bayer (52.) und Max Unglaube (60.) aus der nationalen Gruppe schon in der Qualifikation, die restlichen Deutschen qualifizierten sich für den ersten der vier Wettkämpfe der Tournee.
Als mit Abstand bester DSV-Adler landete Philipp Raimund (132,5 Meter) auf dem zweiten Rang, auch Felix Hoffmann gelang als Zwölfter der Sprung unter die besten 15. Dahinter sortierten sich Pius Paschke (21.), Andreas Wellinger (39.), Constantin Schmid (44.) und Luca Roth (46.) ein, damit kommt es zwischen Hoffmann und Wellinger zum deutschen Duell.
28. Dezember, 12 Uhr: Das ist der Zeitplan der Vierschanzentournee
Wie üblich startet die Vierschanzentournee am 28. Dezember mit der Qualifikation für das erste Springen in Oberstdorf, nach Stationen in Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck findet das große Finale dann am 6. Dezember in Bischofshofen statt.
Die Termine im Überblick:
- 28. Dezember 2025, 16.30 Uhr: Qualifikation in Oberstdorf
- 29. Dezember 2025, 16.30 Uhr: erstes Springen in Oberstdorf
- 31. Dezember 2025, 16 Uhr: Qualifikation in Garmisch-Partenkirchen
- 1. Januar 2026, 14 Uhr: zweites Springen in Garmisch-Partenkirchen
- 3. Januar 2026, 14.30 Uhr: Qualifikation in Innsbruck
- 4. Januar 2026, 13.30 Uhr: drittes Springen in Innsbruck
- 5. Januar 2026, 16.30 Uhr: Qualifikation in Bischofshofen
- 6. Januar 2026, 16.30 Uhr: viertes Springen in Bischofshofen
Titelfoto: Daniel Karmann/dpa