Vierschanzen-Tournee im Ticker: Aufzug streikt - zweiter Durchgang verzögert sich

Deutschland/Österreich - Auch zum Jahreswechsel macht das Skispringen keine Pause. Stattdessen wartet mit der Vierschanzentournee ein absolutes Highlight! Das Prestige-Event ist mit dem Auftaktspringen in Oberstdorf gestartet und Skisprung-Deutschland konnte gleich den ersten Podestplatz feiern.

Felix Hoffmann hatte beim überlegenen Sieg von Domen Prevc zunächst als Vierter das Podium knapp verpasst, durfte dann aber trotzdem mit zur Siegerehrung, weil der zweitplatzierte Slowene Timi Zajc disqualifiziert worden war. Am Neujahrstag findet das 2. Tournee-Springen in Garmisch-Partenkirchen statt.

Alle wichtigen Infos zur 74. Vierschanzentournee findet Ihr im TAG24-Liveticker.

1. Januar, 15.17 Uhr: Zweiter Durchgang verzögert sich

Was für ein Chaos beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen! Der Beginn des zweiten Durchgangs verzögert sich, weil der Aufzug der Schanze streikt, die Athleten kommen also die Schanze nicht hoch.

Zwar gibt es Treppen, angesichts der Höhe der Schanze ist es für die Sportler allerdings nicht wirklich eine Option, diese zu nehmen, um ihre Beine nicht vor dem Sprung bereits zu ermüden, erklärte ZDF-Experte Severin Freund.

1. Januar, 14.58 Uhr: DSV-Duo Felix Hoffmann und Philipp Raimund überzeugt weiter

Unbeeindruckt von der erneuten Disqualifikation von Timi Zajc haben die deutschen Hoffnungsträger Felix Hoffmann und Philipp Raimund im ersten Durchgang wieder überzeugt!

Hinter dem Führungstrio Domen Prevc (143 Meter), Jan Hörl (141 Meter) und Ren Nikaido (137,5 Meter) ordneten sich Hoffmann auf dem fünften und Raimund (jeweils 134 Meter) auf dem sechsten Platz ein und bleiben damit in Schlagdistanz zum Podium.

Dahinter allerdings schaffte es mit Pius Paschke (126 Meter) nur ein weiterer DSV-Springer in den zweiten Durchgang, der 35-Jährige warf Teamkollege Karl Geiger (122,5 Meter) aus dem Wettbewerb. Auch Andreas Wellinger (124,5 Meter) und Ben Bayer (120,5 Meter) verloren ihre Duelle, keiner der drei schaffte es unter die fünf besten Verlierer, die die Top 30 komplettieren.

Felix Hoffmann war im ersten Durchgang wieder der bestplatzierte Deutsche.
Felix Hoffmann war im ersten Durchgang wieder der bestplatzierte Deutsche.  © Daniel Karmann/dpa

1. Januar, 14.35 Uhr: Timi Zajc schon wieder disqualifiziert

Dieses Mal darf er gar nicht erst vom Balken: Schon wieder ist der Slowene Timi Zajc wegen seines Anzugs disqualifiziert worden!

Mitten im ersten Durchgang kam plötzlich die Meldung rein, dass der Anzug des 25-Jährigen bei der Kontrolle durchgefallen ist, dieses Mal soll er um vier Millimeter zu groß gewesen sein. Eigentlich wäre er als Neunter der Qualifikation im letzten Drittel des ersten Durchgangs gestartet, jetzt springt sein Gegner MacKenzie Boyd-Clowes sein Duell allein aus und steht damit automatisch im zweiten Durchgang.

Am 29. Dezember hatte Zajc im Auftaktspringen ursprünglich den zweiten Platz gelegt, war dann aber wegen der Beinlänge seines Anzugs disqualifiziert worden. Profitiert hatte der Deutsche Felix Hoffmann, der dadurch aufs Podium nachrückte.

Schon wieder war der Anzug von Timi Zajc zu groß.
Schon wieder war der Anzug von Timi Zajc zu groß.  © Daniel Karmann/dpa

1. Januar, 13.40 Uhr: Karl Geiger und Pius Paschke treten in Garmisch-Partenkirchen gegeneinander an

In wenigen Minuten steht das erste sportliche Highlight des Jahres an: Ab 14 Uhr findet das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen statt. Zwei DSV-Adler eliminieren sich dabei gegenseitig.

Wie schon Andreas Wellinger und Felix Hoffmann in Oberstdorf müssen nämlich Karl Geiger (31. der Qualifikation) und Pius Paschke (20.) gegeneinander antreten, einer von beiden hat deshalb nur über die Lucky Loser die Chance auf den zweiten Durchgang.

Die übrigen Deutschen haben dank solider bis guter Leistungen in der Qualifikation machbare Aufgaben bekommen. Ben Bayer (28.) bekommt es mit dem Schweizer Sandro Hauswirth (23.) zu tun, Andreas Wellinger (27.) trifft auf Robin Pedersen (24.) aus Norwegen. Felix Hoffmann (8.) duelliert sich mit dem türkischen Springer Fatih Arda Ipcioglu (43.), während Philipp Raimund (5.) auf den Finnen Eetu Nousiainen (46.) trifft.

Pius Paschke (im Bild) bekommt es im ersten Durchgang in Garmisch-Partenkirchen mit Teamkollege Karl Geiger zu tun.
Pius Paschke (im Bild) bekommt es im ersten Durchgang in Garmisch-Partenkirchen mit Teamkollege Karl Geiger zu tun.  © Daniel Karmann/dpa

1. Januar, 11.15 Uhr: Artti Aigro muss um Olympia bangen

Das ist doppelt bitter: Der estnische Skispringer Artti Aigro (26) ist im Training vor der Qualifikation von Garmisch-Partenkirchen übel gestürzt. Damit ist nicht nur die Vierschanzentournee für ihn vorzeitig beendet - er bangt nun auch um die Olympischen Spiele.

Aigro war im zweiten Training bei der Landung weggerutscht und musste per Rettungsschlitten aus dem Stadion gebracht werden. Die Diagnose: Neben einem angerissenen Seitenband im Knie zog er sich auch einen Mittelfußbruch im linken Fuß zu. Damit rückt Olympia, die Skisprung-Wettbewerbe der Männer starten am 9. Februar, für den Esten in weite Ferne.

Immerhin bewies der 26-Jährige schon wieder Humor: Auf Instagram postete er ein Bild mit Krücken in seiner Story, das er mit "New Year, New Me" betitelte.

Der estnische Skispringer Artti Aigro muss nach einem Trainingssturz in Garmisch-Partenkirchen um Olympia bangen.
Der estnische Skispringer Artti Aigro muss nach einem Trainingssturz in Garmisch-Partenkirchen um Olympia bangen.  © Philipp Guelland / AFP

31. Dezember, 17.31 Uhr: So lief die Quali für die DSV-Adler

Sechs Deutsche haben sich für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen qualifiziert.

Darunter sind mit Felix Hoffmann und Philipp Raimund die beiden Springer, die auch schon in Oberstdorf um Spitzenplätze sprangen. Auch der zuletzt schwächelnde Karl Geiger ist beim Wettkampf am 1. Januar mit dabei. Pius Paschke, Andreas Wellinger und Ben Bayer werden ebenfalls mit von der Partie seun. Den weitesten Quali-Sprung landete ein Österreicher: Stephan Embacher flog auf 145,5 Meter - Schanzenrekord!

Der Sieg der Qualifikation ging wenig überraschend an den Dominator des bisherigen Skisprung-Winters - Domen Prevc. Der Slowene erreichte eine Weite von 139,5 Meter.

Stefan Embacher hat in der Qualifikation für das Neujahrsspringen in Garmisch mit 145,5 Metern einen Schanzenrekord aufgestellt.
Stefan Embacher hat in der Qualifikation für das Neujahrsspringen in Garmisch mit 145,5 Metern einen Schanzenrekord aufgestellt.  © Daniel Karmann/dpa

30. Dezember, 11.49 Uhr: Disqualifikation von Timi Zajc sorgt für Erheiterung

Eigentlich hatte er sich mit dem vierten Platz von seinem Athleten Felix Hoffmann abgefunden, als Bundestrainer Stefan Horngacher mitten im Interview über die Disqualifikation von Timi Zajc informiert wurde. Seine Reaktion sorgt für Schmunzler.

Als der Österreicher erfuhr, dass es den bis dato zweitplatzierten Slowenen getroffen hatte, dessen Anzug rund drei Millimeter zu groß gewesen war, ließ er nämlich ein "Das ist der Falsche!" von sich. Hintergrund des Ausrufs ist wohl die schier übermächtige Dominanz von Zajc' Landsmann Domen Prevc, der sich in einem (hinter ihm) enorm engen Feld bereits nach einem Springen weit absetzte.

Schon jetzt hat der 26-Jährige umgerechnet fast zehn Meter Vorsprung auf den zweitplatzierten Daniel Tschofenig aus Österreich, knapp dahinter folgen die Deutschen. Nach sechs Siegen in den letzten sieben Springen ist mit einem Einbruch von Prevc wohl kaum zu rechnen.

Bundestrainer Stefan Horngacher nahm die Disqualifikation von Timi Zajc mit Humor.
Bundestrainer Stefan Horngacher nahm die Disqualifikation von Timi Zajc mit Humor.  © Philipp von Ditfurth/dpa

29. Dezember, 18.54 Uhr: Timi Zajc disqualifiziert, Felix Hoffmann springt aufs Podium!

Gute Nachrichten für Felix Hoffmann: Der Deutsche rückt doch aufs Siegertreppchen auf! Der zweitplatzierte Slowene Timi Zajc ist disqualifiziert worden, als ursprünglich Vierter rückt Hoffmann auf den dritten Platz vor.

Bei der Materialkontrolle war festgestellt worden, dass der Anzug von Zajc offenbar um die Winzigkeit von drei Millimetern (!) zu groß gewesen war. Auch Philipp Raimund profitiert vom Aus des Slowenen, ist jetzt Fünfter.

Für Hoffmann ist es das erste Mal in seiner Karriere, dass er bei der Vierschanzentournee auf dem Podest steht. Der 28-Jährige feierte in dieser Saison seinen großen Durchbruch, kurz vor Tournee-Beginn sprang er das erste Mal aufs Podest und ist seither aus der erweiterten Weltspitze nicht mehr wegzudenken.

Nun folgt sein vorläufiger Karriere-Höhepunkt, vor heimischem Publikum konnte er sich auf dem Treppchen bejubeln lassen.

Felix Hoffmann darf nachträglich jubeln! Er rückt aufs Podium nach.
Felix Hoffmann darf nachträglich jubeln! Er rückt aufs Podium nach.  © Daniel Karmann/dpa

29. Dezember, 18.30 Uhr: Philipp Raimund und Felix Hoffmann überzeugen in Oberstdorf

Nur zwei deutsche Skispringer schafften überhaupt den Sprung in den zweiten Durchgang, diese konnten aber beide überzeugen: Beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee haben Felix Hoffmann (132,5/136 Meter) als Vierter und Philipp Raimund als Sechster (136/133 Meter) die Top Ten erreicht.

Im zweiten Durchgang konnten sich beide DSV-Adler noch nach oben arbeiten, am Ende verpasste Hoffmann das Podium um weniger als zwei Punkte. Beim Sieg des überlegenen Slowenen Domen Prevc (141,5/140 Meter), der wieder in seiner eigenen Liga sprang, komplettierten sein Landsmann Timi Zajc und der Österreicher Daniel Tschofenig punktgleich als Zweite das Podest.

Während Prevc bereits 17,5 Punkte Vorsprung in der Gesamtwertung hat, bleiben die Chancen von Hoffmann und Raimund auf das Gesamtpodium intakt.

Philipp Raimund konnte beim Auftakt der Vierschanzentournee überzeugen.
Philipp Raimund konnte beim Auftakt der Vierschanzentournee überzeugen.  © Daniel Karmann/dpa

29. Dezember, 17.30 Uhr: Nur zwei Deutsche im zweiten Durchgang

Was sich in den vergangenen Wochen bereits angedeutet hatte, setzt sich in Oberstdorf fort: Außer Philipp Raimund und Felix Hoffmann können die DSV-Adler aktuell nicht mithalten. Beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee erreichen nur diese beiden den zweiten Durchgang.

Das aber immerhin mit Top-Leistungen: Hoffmann setzte sich mit 132,5 Metern als Sechstbester durch, Raimund (136 Meter) reihte sich als Siebter direkt dahinter ein.

Den ersten Paukenschlag aus DSV-Sicht gab es schon früh, als Pius Paschke sein Duell mit Robin Pedersen (Norwegen) hauchzart verlor, danach unterlag auch Andreas Wellinger seinem Teamkollegen Hoffmann deutlich. Dass Constantin Schmid gegen Ryoyu Kobayashi aus Japan und Luca Roth gegen den Österreicher Jan Hörl ebenfalls klar verloren, war zu erwarten gewesen, keiner der vier hatte eine Chance, über die Lucky Loser ins Finale einzuziehen.

An der Spitze zog der Slowene Domen Prevc (141,5 Meter) einsam seine Kreise, dahinter komplettierten Hörl und sein Teamkollege Jonas Schuster die Top drei.

Pius Paschke scheiterte beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee bereits im ersten Durchgang.
Pius Paschke scheiterte beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee bereits im ersten Durchgang.  © Daniel Karmann/dpa

29. Dezember, 13.30 Uhr: Diese Duelle erwarten die DSV-Adler heute

Bei der Vierschanzentournee geht es wie üblich etwas anders zu als bei den restlichen Weltcupspringen. Die 50 Athleten, die sich für den Wettkampf qualifiziert haben, kämpfen nicht jeder für sich, sondern in direkten Duellen um den Einzug in die zweite Runde. Die besten fünf Verlierer (Lucky Loser) komplettieren die 30 Springer des Finales.

Für die Deutschen, die in der Qualifikation von Oberstdorf nicht allzu gut abgeschnitten haben, bedeutet das: Die Gegner beim Auftaktspringen sind echte Hausnummern. So bekommt es Constantin Schmid (44. der Qualifikation) mit dem Weltranglisten-Zweiten Ryoyu Kobayashi (7.) aus Japan zu tun, Luca Roth (46.) trifft auf den Österreicher Jan Hörl (5.). Zwischen Andreas Wellinger (39.) und Felix Hoffmann (12.) kommt es zudem zum deutsch-deutschen Duell.

Für den Qualifikations-Zweiten Philipp Raimund heißt der Gegner Junshiro Kobayashi (49.), Pius Paschke (21.) trifft auf den Norweger Robin Pedersen (30.).

Andreas Wellinger muss sich im ersten Durchgang von Oberstdorf mit seinem Teamkollegen Felix Hoffmann messen.
Andreas Wellinger muss sich im ersten Durchgang von Oberstdorf mit seinem Teamkollegen Felix Hoffmann messen.  © Daniel Karmann/dpa

28. Dezember, 17.42 Uhr: Karl Geiger scheitert schon in der Qualifikation von Oberstdorf

Herbe Enttäuschung für Karl Geiger! Der fünffache deutsche Weltmeister bekommt seine Formkrise nicht in den Griff und scheitert auf seiner Heim-Schanze in Oberstdorf tatsächlich schon in der Qualifikation.

Beim Sieg des Slowenen Domen Prevc (139,5 Meter) landete Geiger schon nach 106,5 Metern und belegte damit nur den 53. Platz - nur die besten 50 nehmen am Auftaktspringen am Montag (16.30 Uhr) teil.

Neben Geiger scheiterten auch Ben Bayer (52.) und Max Unglaube (60.) aus der nationalen Gruppe schon in der Qualifikation, die restlichen Deutschen qualifizierten sich für den ersten der vier Wettkämpfe der Tournee.

Als mit Abstand bester DSV-Adler landete Philipp Raimund (132,5 Meter) auf dem zweiten Rang, auch Felix Hoffmann gelang als Zwölfter der Sprung unter die besten 15. Dahinter sortierten sich Pius Paschke (21.), Andreas Wellinger (39.), Constantin Schmid (44.) und Luca Roth (46.) ein, damit kommt es zwischen Hoffmann und Wellinger zum deutschen Duell.

Karl Geiger (32) gewann 2020 noch das Auftaktspringen in Oberstdorf, fünf Jahre später nimmt er am Wettkampf gar nicht erst teil.
Karl Geiger (32) gewann 2020 noch das Auftaktspringen in Oberstdorf, fünf Jahre später nimmt er am Wettkampf gar nicht erst teil.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

28. Dezember, 12 Uhr: Das ist der Zeitplan der Vierschanzentournee

Wie üblich startet die Vierschanzentournee am 28. Dezember mit der Qualifikation für das erste Springen in Oberstdorf, nach Stationen in Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck findet das große Finale dann am 6. Dezember in Bischofshofen statt.

Wie in jedem Jahr findet das Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf statt.
Wie in jedem Jahr findet das Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf statt.  © Angelika Warmuth/dpa

Die Termine im Überblick:

  • 28. Dezember 2025, 16.30 Uhr: Qualifikation in Oberstdorf
  • 29. Dezember 2025, 16.30 Uhr: erstes Springen in Oberstdorf
  • 31. Dezember 2025, 16 Uhr: Qualifikation in Garmisch-Partenkirchen
  • 1. Januar 2026, 14 Uhr: zweites Springen in Garmisch-Partenkirchen
  • 3. Januar 2026, 14.30 Uhr: Qualifikation in Innsbruck
  • 4. Januar 2026, 13.30 Uhr: drittes Springen in Innsbruck
  • 5. Januar 2026, 16.30 Uhr: Qualifikation in Bischofshofen
  • 6. Januar 2026, 16.30 Uhr: viertes Springen in Bischofshofen

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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