Achtung, Blitzgewitter im Südwesten: Was Autofahrer jetzt wissen müssen
Von Jennifer Kramer
Stuttgart - Auch in Baden-Württemberg findet ab sofort (13. April) die sogenannte Speedweek statt. In dieser Woche ist die Wahrscheinlichkeit dafür, geblitzt zu werden, besonders hoch.
Im Südwesten wird von Montag bis Freitag ein verstärkter Fokus auf die Tempo-Überwachung gelegt, wie ein Sprecher des Innenministeriums mitteilte. Höhepunkt der Aktionswoche soll am Mittwoch (15. April) sein. Mit Laserhandmessgeräten, Geschwindigkeitsgroßmessgeräten, Videofahrzeugen und Blitzer-Anhängern wollen Polizei und Kommunen dann Temposünder erwischen.
Laut ADAC soll sowohl auf Autobahnen und Bundesstraßen als auch innerorts geblitzt werden.
Außerdem könnten Blitzer an unfallträchtigen Streckenabschnitten oder in Gebieten mit besonderer Gefährdungslage - vor Schulen, Altenheimen, an Krankenhäusern oder Baustellen - aufgestellt werden.
Da es sich bei der Speedweek um eine europaweite Aktion handelt, sollten Autofahrer aus Baden-Württemberg nicht nur auf heimischen Straßen, sondern auch im Ausland sowie in den Nachbarbundesländern verstärkt auf Blitzer achten.
Warum gibt es die Speedweek?
Ziel des Blitzermarathons ist es, die Menschen für die Gefahr von überhöhter Geschwindigkeit zu sensibilisieren. Laut Innenministerium ist das beim Autofahren die Unfallursache Nummer eins bei schweren und tödlichen Verkehrsunfällen.
Beim jüngsten Blitzermarathon im Südwesten wurden insgesamt 66.585 Verstöße festgestellt. Fast 800 Menschen mussten laut Innenministerium danach ihren Führerschein zeitweise abgeben. Das Innenministerium macht aber keine Angaben dazu, für wie wirkungsvoll es die Speedweek hält.
Wer überlegt, sich für den anstehenden Blitzermarathon mit einer Blitzer-App oder einem Radarwarner auszurüsten, sollte diesen Gedanken besser verwerfen. Nicht einmal ein Beifahrer darf laut ADAC während der Fahrt einen Blitzer-Warner benutzen.
Verwendet man doch einen dieser Blitzer-Warner, sei das eine Ordnungswidrigkeit, bei der ein Bußgeld von 75 Euro und ein Punkt in Flensburg drohe.
Was passiert, wenn man doch geblitzt wird?
Wer mit zu hohem Tempo erwischt wird, muss mit erheblichen Strafen rechnen. Wie teuer es wird, hängt davon ab, wo und mit wie viel km/h zu viel auf dem Tacho man geblitzt wurde. Innerorts sind die Strafen in der Regel höher als außerorts. Bereits wenn man 16 Kilometer pro Stunde zu schnell fährt, drohen mindestens 70 Euro Bußgeld.
Mit mehr als 26 km/h zu viel innerorts sind es 180 Euro, ein Punkt und bei Wiederholungstätern sogar Fahrverbot.
Wer mit mehr als 51 Kilometern pro Stunde innerorts unterwegs ist, der muss 560 Euro Strafe zahlen. Der Führerschein ist danach für zwei Monate weg und es gibt zwei Punkte in Flensburg.
Wenn andere Menschen durch die Raserei gefährdet wurden, kommen auch noch strafrechtliche Konsequenzen hinzu. Genauere Informationen gibt es beim ADAC-Bußgeldrechner.
Titelfoto: Bernd Weißbrod/dpa

