Aktionswochen zum Weltfrauentag: Stuttgart startet umfangreiches Programm

Stuttgart - Am 8. März wird der Internationale Frauentag gefeiert. In Stuttgart steht dieser Tag in diesem Jahr unter dem besonderen Leitthema: "Chancengleichheit im Fokus". Mit einer breit angelegten Veranstaltungsreihe, die noch bis in den April andauert, will die Stadt setzt ein deutliches Zeichen setzen.

Mit zahlreichen Aktionen, wie einem Demonstrationszug am Sonntag, rückt die Landeshauptstadt Frauenrechte in den Fokus.
Mit zahlreichen Aktionen, wie einem Demonstrationszug am Sonntag, rückt die Landeshauptstadt Frauenrechte in den Fokus.  © Andreas Rosar

"Die strukturelle Ungleichheit zwischen Männern und Frauen ist immer noch augenscheinlich", macht die Behörde in einer Mitteilung klar. Frauen verdienen zudem im Durchschnitt immer noch weniger als Männer, leisten den überwiegenden Teil der unbezahlten Sorgearbeit und sind im Alter häufiger von finanzieller Unsicherheit betroffen.

Die Abteilung für Chancengleichheit der Stadt hat ein Programm mit mehr als 20 Einzelveranstaltungen zusammengestellt, das genau diese Punkte beleuchten soll.

Die Veranstaltungsreihe bietet eine Mischung aus Information, Kultur und Vernetzung. Das Spektrum reicht dabei von Fachvorträgen zu geschlechtersensibler Gesundheit und Finanzen über Workshops zur politischen Teilhabe bis hin zu Konzerten und Filmvorführungen.

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Für den 8. März selbst wurde eine Demonstration und Kundgebung auf dem Schlossplatz und in der Stuttgarter City angesetzt.

Am 8. März sind zahlreiche Menschen in Stuttgart auf die Straße gegangen.
Am 8. März sind zahlreiche Menschen in Stuttgart auf die Straße gegangen.  © 7aktuell.de | Magnus N.

Diskussion und Nachdenken anregen

Die Reihe "Chancengleichheit im Fokus" soll ein deutliches Zeichen gegen die fortbestehende strukturelle Benachteiligung von Frauen setzen.
Die Reihe "Chancengleichheit im Fokus" soll ein deutliches Zeichen gegen die fortbestehende strukturelle Benachteiligung von Frauen setzen.  © LHS

Während am Samstag eine Performance unter dem Titel "Who cares?" bereits eindringlich den sogenannten Gender Care Gap (die Lücke bei der Verteilung von Erziehungs- und Pflegearbeit) aufzeigte, wird in einer Filmvorführung in der Kinothek am Montag der Frage nachgegangen, was passieren würde, wenn sich jede Frau unvermittelt einen Tag frei nehmen würde.

Die Veranstaltungsreihe, die noch bis zum 26. April 2026 läuft, lädt alle Interessierten an verschiedenen Orten im Stadtgebiet zum Dialog ein. Ziel ist es nicht nur, auf Missstände hinzuweisen, sondern auch konkrete Lösungsansätze für eine gerechtere Gesellschaft zu diskutieren.

Die Vielfalt der Formate zeigt deutlich, dass das Thema Chancengleichheit in Stuttgart weit oben auf der Agenda steht, nicht nur am 8. März.

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Weitere Informationen zum Programm findet Ihr auf der Website der Stadt Stuttgart.

Titelfoto: Bildmontage: Landeshauptstadt Stuttgart, Andreas Rosar

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