Eskalierte Demo in Stuttgart: Das sagt OB Frank Nopper dazu

Stuttgart - Am 1. Mai wurden bei einer aus dem Ruder gelaufenen Demonstration in Stuttgart 25 Polizisten verletzt.

Der Oberbürgermeister von Stuttgart, Frank Nopper (62), verurteilte die Eskalation scharf.
Der Oberbürgermeister von Stuttgart, Frank Nopper (62), verurteilte die Eskalation scharf.  © Marijan Murat/dpa

Beamte seien mit Pfefferspray, Dachlatten mit Schrauben, anderen Schlagwerkzeugen, Schlägen und Tritten attackiert worden, berichtete die Polizei.

Insgesamt 25 Einsatzkräfte und drei Polizeipferde wurden bei dem Einsatz verletzt.

"Erst ein kurzfristiger Pfefferspray- und Schlagstockeinsatz sowie der Einsatz von Polizeipferden und Polizeihunden ermöglichte, die Situation wieder unter Kontrolle zu bringen", teilten die Beamten mit.

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Gegenüber der dpa äußerte sich Kim Northeim, Sprecherin des Bündnisses zur "Revolutionären 1. Mai Demonstration": "Die Behauptungen der Polizei entbehren jeglicher Grundlage und dienen einzig dem Zweck, im Nachhinein eine Rechtfertigung für den gewaltsamen Angriff auf die Demonstration zu konstruieren."

Durch den massiven Einsatz von Pfefferspray seien die Polizisten selbst verletzt worden. Die Polizei interpretiere etwa Halterungen von Hoch-Transparenten und Schildern an Holzlatten zu Angriffswerkzeug um.

Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper: "Wer Polizeibeamte angreift und verletzt, greift uns alle an"

Polizisten sind mit Demonstranten in Stuttgart zusammengestoßen.
Polizisten sind mit Demonstranten in Stuttgart zusammengestoßen.  © Christoph Schmidt/dpa

Nun äußerte sich auch der Oberbürgermeister von Stuttgart, Frank Nopper (62), zu der eskalierten Demonstration.

"Mit gefährlichen Werkzeugen ausgestattete Randalierer und Gewalttäter haben das Demonstrationsrecht missbraucht und damit letztlich auch der großen Idee des Mai-Feiertags Schaden zugefügt. Wer Polizeibeamte angreift und verletzt, greift uns alle an", erklärte der Politiker.

Die Angreifer haben nach Ansicht des Oberbürgermeisters die volle Härte des Gesetzes verdient.

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"Ich danke unseren Polizeibeamten für ihren Einsatz zum Schutz unserer Demokratie und wünsche den verletzten Beamtinnen und Beamten baldige Genesung!", so Nopper.

Titelfoto: Fotomontage: Marijan Murat/dpa/Christoph Schmidt/dpa

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