Nach verheerendem Feuer in Kehler Disco: Polizei schließt Pyro als Brandursache nicht aus

Von Martin Oversohl 

Kehl - Nach dem Brand in einer Großraum-Disco "K-Club Kehl" in Kehl bei Offenburg schließt die Polizei auch sprühende Partyfontänen als Brandursache nicht aus.

Die Feuerwehr bekämpfte bei den Löscharbeiten die zahlreichen Glutnester im Inneren der ausgebrannten Halle.  © -/Feuerwehr Kehl/dpa

Bislang sei völlig unklar, was die Flammen ausgelöst haben könnte, betonte ein Polizeisprecher. Aber es würden auch Videos geprüft, die aus der Nacht des Brandes stammen sollen und auf denen solche Fontänen zu sehen seien. Es werde allerdings ebenso ermittelt, ob ein technischer Defekt oder ein anderer Grund verantwortlich sein könnte.

Kriminaltechniker werden nach Polizeiangaben erst in den kommenden Tagen mit den Ermittlungen am Brandort beginnen.

"Das Gelände ist beschlagnahmt und abgesperrt", sagte ein Sprecher der Polizei in Offenburg. Aber das Areal sei groß, das Ausmaß des Schadens enorm und der Zustand der Halle schlecht. "Da müssen die Experten zunächst ihre Maßnahmen koordinieren, bevor sie reingehen", sagte der Polizeisprecher.

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Bagger mussten in den Stunden nach dem Ausbruch Wände der Halle im Industriegebiet einreißen, damit die Feuerwehr die letzten Glutnester löschen konnte. Unklar ist auch noch, wie hoch der Schaden ist.

Der Brand war in den frühen Morgenstunden des Sonntages in der Disco unweit der französischen Grenze ausgebrochen. Hunderte Feiernde brachten sich rechtzeitig ins Freie, niemand wurde schwerer verletzt.

Der größte Teil des Gebäudes ist inzwischen eingefallen oder abgerissen, weil die Feuerwehr beim Löschen näher an die zahlreichen Glutnester gelangen musste. Die Halle sei "nicht mehr zu retten", sagte der Einsatzleiter am Abend. Bislang gibt es keine genaueren Schätzungen zur Höhe des Schadens. 

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Rund 750 Personen wurden aus der Diskothek evakuiert.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Gebäude liegt in Schutt und Asche

Durch die offene Türe der Großraum-Disco in Kehl fällt der Blick auf das komplett zerstörte und verkohlte Innere des Clubs nahe der französischen Grenze.  © -/Feuerwehr Kehl/dpa

Mindestens 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren mitten in der Nacht zum Sonntag ausgerückt, wie die Sprecherin der Polizei sagte.

Bis zum Sonntagnachmittag wurde der größte Teil des Gebäudes abgerissen. Nach Angaben der Kehler Feuerwehr war am Abend zunächst auch eine sechs- bis achtköpfige Brandwache vorgesehen. "Die Feuerwehr wird die Brandstelle über die Nacht zum Montag hinweg in regelmäßigen Abständen anfahren", hieß es zudem.

Das Gebäude liegt laut Feuerwehr buchstäblich in Schutt und Asche. Der Schaden dürfte noch höher ausfallen als zunächst gedacht, weil zum einen eine große Menge Löschwasser in ein Nachbargebäude eindrang. Zum anderen musste die Diskothek bereits in der Nacht vom Strom genommen werden.

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Davon betroffen war auch eine benachbarte Apotheke. Es ließ sich laut Feuerwehr zunächst nicht abschätzen, welcher Schaden dort entstanden ist, weil die Medikamente nicht gekühlt werden konnten.

Erstmeldung: 6.40 Uhr, aktualisiert um 15.38 Uhr.

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