Blutvorräte schrumpfen wegen Hitze: Müssen Operationen verschoben werden?

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Von Jennifer Kramer

Stuttgart - Die Sommerhitze macht derzeit auch den Blutbanken in Baden-Württemberg zu schaffen.

An heißen Tagen wird laut DRK weniger Blut gespendet. (Symbolfoto)
An heißen Tagen wird laut DRK weniger Blut gespendet. (Symbolfoto)  © Oliver Berg/dpa

"Erfahrungsgemäß sinkt bei sommerlicher Hitze die Spendenbereitschaft alarmierend, während der Bedarf in Kliniken konstant hoch bleibt", teilte der DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen mit. Wegen der hohen Temperaturen würden Termine abgesagt und auch weniger gebucht. 

Noch müsse zwar niemand befürchten, bei einem Notfall nicht mit Blut versorgt zu werden, sagte eine Sprecherin. Aber sollten die Reserven weiter zurückgehen, könnte es sein, dass planbare Operationen verschoben werden müssten. "Damit es nicht zu Einschränkungen in der Patientenversorgung kommt, sind wir gerade jetzt auf jede einzelne Blutspende angewiesen", erklärte die Sprecherin. 

Der Blutspendedienst misst seine Blutreserven in sogenannten Tagesreichweiten. Die geben an, wie lange die Blutreserven noch ausreichen, wenn es gar keine neuen Spenden geben würde. Um gut aufgestellt zu sein, brauche man vier bis fünf Tagesreichweiten Blut vorrätig, hieß es.

Aktuell liege die Tagesreichweite aber nur bei etwa zwei Tagen. Blut wird täglich benötigt, etwa nach Unfällen, bei Operationen, Geburten oder zur Behandlung schwerer Erkrankungen.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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