Nach Amokfahrt von Mannheim: Land ehrt Taxifahrer

Von Stefanie Järkel

Mannheim - Für sein beherztes Eingreifen bei der tödlichen Amokfahrt in Mannheim am Rosenmontag 2025 erhält der Taxifahrer Muhammad A. die Rettungsmedaille des Landes Baden-Württemberg.

Taxifahrer Muhammad A. stoppte mit seinem Taxi den Täter bei seiner Amokfahrt durch die Mannheimer Innenstadt.  © Uwe Anspach/dpa

Dies teilte eine Sprecherin des Innenministeriums mit. A. stoppte den Täter am 3. März 2025, indem er dessen Auto mit seinem Taxi blockierte.

"Es ist dem Mut eines Einzelnen zu verdanken, dass nicht weitere Menschen verletzt oder getötet wurden", sagte Innenminister Thomas Strobl (65, CDU) kürzlich der Deutschen Presse-Agentur.

"Der Taxifahrer Muhammad A. hat das Fahrzeug des Täters selbstlos und ohne zu zögern gestoppt und so andere Leben gerettet." Dafür gebühre ihm Anerkennung und Dank.

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Der Termin für die Ehrung stehe allerdings noch nicht fest, sagte die Sprecherin. Es müsse noch ein Datum gefunden werden, an dem alle Beteiligten Zeit hätten.

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Ehrung wird nur rund eine Handvoll mal im Jahr verliehen

Taxifahrer Muhammad A. wird die Rettungsmedaille für sein heldenhaftes Eingreifen verliehen.  © Uwe Anspach/dpa

Die Rettungsmedaille kann nach Angaben des Innenministeriums an Menschen verliehen werden, die unter besonders schwierigen, mit Gefahr für das eigene Leben verbundenen Umständen andere aus Lebensgefahr gerettet haben. Laut Ministerium wird die Ehrung rund fünfmal im Jahr verliehen.

Bei der Amokfahrt am 3. März 2025 wurden zwei Menschen getötet und 14 weitere verletzt.

Der Täter, ein damals 40-jähriger Deutscher aus Rheinland-Pfalz, fuhr mit seinem Auto gezielt mehrere Passanten in der Fußgängerzone an. 

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Das Landgericht Mannheim verurteilte ihn unter anderem wegen zweifachen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe und ordnete die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

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