Deutschland - In dieser Woche erschien mit "007 – First Light" ein von Gaming- und Film-Fans voller Hoffnung erwarteter James-Bond-Titel in den Videospiel-Stores. Und wir können Euch versichern: Die Doppelnull trifft einmal mehr voll ins Schwarze.
Um zu belegen, wie sehr dieses Spiel erwartet wurde: Innerhalb von 24 Stunden holten sich 1,5 Millionen Zocker das Game.
Es ist damit der am schnellsten verkaufte Titel in der Geschichte von "IOI" oder "101" oder eben – wie sie korrekt heißen – IO Interactive. Mit Agenten kennen sie sich bekanntlich aus, sie stecken ja auch hinter der "Hitman"-Reihe.
Aber mit James Bond haben sie die bewährten Muster auf ein neues Level gehoben. Und dabei erzählen sie die Vorgeschichte des bekanntesten M.I.6-Agenten in der Literatur- und Filmgeschichte.
Passend zu seinem später bekannten militärischen Rang als "Commander Bond" starten wir als junger Marineluftwaffensoldat, der nur knapp einen Abschuss bei Island überlebt.
Dort ignorieren wir die Befehle der unbekannten Person im Funkgerät und sprengen das Lager von Terroristen in die Luft, nachdem wir zuerst die verbündeten Ingenieure und Techniker befreit haben.
Diese Befehlsverweigerung gibt erste Einblicke in seinen Charakter und sollte sich später dennoch als richtige Entscheidung herausstellen. ("Sie haben ein Problem mit Autoritäten, Bond." "Ich würde eher sagen, die Autoritäten haben ein Problem mit mir, Ma'am.")
Perfektes James-Bond-Feeling mit leichten Ecken und Kanten
Ab hier kommt der britische Auslandsgeheimdienst "Military Intelligence, Section 6" (oder kurz: MI6) ins Spiel und wir durchlaufen die Grundausbildung.
Wir erlernen das Schleichen und Kämpfen, Autofahren (die Umsetzung ist tatsächlich einer der wenigen Kritikpunkte) und das Schießen, bekommen außerdem erste Gadgets von Q.
Schon sehr früh realisiert man das Pendeln zwischen Hitman-DNA und der Uncharted-Reihe. Storytelling, Humor und Action sind einem James-Bond-Titel absolut würdig.
Gute, handfeste Schlägereien, gemischt mit variabler Stealth-Dynamik und einem Hollywood-reifen Einsatz von (Titel-)Musik machen aus "007 – First Light" einen der absoluten Top-Titel in diesem Jahr.
Das Beste, was uns seit "Golden Eye" passiert ist. Auch, wenn die starke Linearität im Story-Modus, die etwas zu leichten Bosskämpfe und die mittelmäßigen Fahrsequenzen noch Luft nach oben lassen, geben wir dem Game, das wir auf der PS5 getestet haben, 9/10 Wodka Martini.
Dass bereits 1,5 Millionen Menschen auf den Titel ansprangen, zeigt, welche Strahlkraft der Geheimagent auch als Videospiel noch immer hat. 1,5 – so oft sagt James Bond passenderweise ja auch seinen Namen, wenn er sich vorstellt. Perfekt also.