Unterwasser-Horror vom Feinsten: Mit dieser Kreatur sollte man sich nicht anlegen!

Leipzig - Mit dem neuen Game "Cthulhu: The Cosmic Abyss" (Release: 16. April) rücken die Studios Nacon und Big Bad Wolf die fiktive Kreatur Cthulhu in den Fokus der Geschehnisse. Das Ergebnis: Ein Horror-Abenteuer, das vor allem durch seine spannungsgeladene Atmosphäre zu überzeugen weiß.

Noah muss sich den Weg durch ein riesiges Unterwasser-Labyrinth navigieren - möglichst, ohne den Verstand zu verlieren.  © MSM Digital

Die Spieler schlüpfen in die Rolle des Ermittlers Noah, der Nachforschungen zu übernatürlichen Phänomenen anstellt. Unterstützt wird er dabei von der KI Key, die hilfreiche Hinweise liefert, aber tatsächlich auch eine emotionale Stütze darstellt.

Und je tiefer man in die Welt des bizarren Okkultismus eintaucht, desto besser fühlt es sich an, die Geschehnisse nicht "alleine" durchstehen zu müssen - selbst, wenn der einzige Begleiter nur eine Künstliche Intelligenz ist.

Nach und nach findet man durch alte Notizen, Sprach-Aufzeichnungen oder Material-Reste heraus, welcher Horror sich wohl in der verlassenen Unterwasser-Basis der Ocean-I-Expedition abgespielt haben muss.

Gaming Zwischen Gaming und Kostümen: GG Bavaria lockt Tausende Popkultur-Fans nach München

Das Team hatte demnach vor seinem Verschwinden zur versunkenen Stadt R'lyeh geforscht.

Sowohl in den engen Fluren und Räumen der Station - erinnert stark an den Kult-Streifen "Alien" - als auch in den verwirrenden Pfaden eines Unterwasser-Labyrinths wissen die Entwickler die eingeschränkte First-Person-Perspektiven clever einzusetzen. So sieht man oftmals nicht rechtzeitig, was vor einem liegt und läuft mitten ins große Unbekannte.

Dazu noch der spannungsgeladene Soundtrack im Hintergrund - und schon hat man beim Umrunden jeder neuen Ecke Angst vor bösen Überraschungen, wie etwa einem plötzlichen Jump Scare. Da sich diese Angst in den meisten Fällen aber als unbegründet erweist, löst sich die durchaus gelungen inszenierte Grusel-Atmosphäre leider immer wieder schnell wieder in Luft auf.

Anzeige
Es ist nicht das erste Mal, dass das Monster Cthulhu zum Antagonisten eines Spiels gemacht wurde. Lohnt sich der Kauf also?  © MSM Digital

"Cthulhu: The Cosmic Abyss" im Test: Große Grusel-Atmosphäre, aber nichts dahinter?

Im "Vault" kann man gefundene Hinweise miteinander verbinden und so der Lösung des Rätsels Stück für Stück näher kommen.  © MSM Digital

Bei der Lösung des Falls spielt die Mindmap eine große Rolle, auf der man gefundene Hinweise à la Sherlock Holmes miteinander verknüpfen und so wichtige Schlussfolgerungen treffen kann, um dem Ziel ein bisschen näher zu kommen.

Je nachdem, wie gut bzw. schlecht man sich dabei anstellt, verändert sich auch Noahs geistiger Zustand. Im Spielverlauf nähert er sich nämlich nicht nur dem Monster Cthulhu, sondern auch dem Rande des Wahnsinns. Und dieser Zustand kann schneller erreicht werden als einem lieb ist.

Der wichtigste Helfer bei der Navigation ist ein Sonar, mit dem man bestimmte Materialien im Umfeld scannen kann. Es ist positiv hervorzuheben, dass man in den Einstellungen selbst auswählen kann, wie lange die durch das Sonar markierten Objekte auf dem Bildschirm sichtbar bleiben.

Gaming Ihr habt die Wahl: Endlose Weiten, Nostalgie oder einfach nur entspannen?

Allgemein kann man sich sein Spielerlebnis individuell genau so gestalten, wie es einem am Angenehmsten erscheint: eben mit vielen Hilfestellungen oder komplett "frei". So sollten Zocker jeder Erfahrungsstufe auf ihre Kosten kommen.

Und die Story? Hier erfindet "Cthulhu: The Cosmic Abyss" das Rad nicht neu, immerhin wurden Geschichten rund um gescheiterte Expeditionen und uralte, wiedererwachte Monster bereits zur Genüge in allen Medienformen ausgeschlachtet. So richtig schafft es Noahs Abenteuer nicht, aus dem altbekannten Muster auszubrechen, auch die Geschehnisse rund um okkulte Praktiken sehen wir hier nicht zum ersten Mal.

Im Laufe des Spiels wird das Gehirn des Protagonisten immer mehr "verfault", was sich in Halluzinationen und weniger Energie äußert.  © MSM Digital

Lohnt sich der Kauf also? Das kommt ganz darauf an, auf welches Genre man am meisten Lust hat. Horror-Fans dürften dank des stimmungsvollen Looks zumindest kurzweilig auf ihre Kosten kommen. Wen aber eher das im Vorfeld angepriesene detektivisches Rätselraten interessiert, wird von der recht simplen Mindmap-Technologie wohl ein bisschen enttäuscht sein.

Mehr zum Thema Gaming: