Teenager bestellen perverse Folter-Clips im Netz

Netz - Klingt wie ein Horrorfilm, ist aber brutale Realität: Zwei italienische Jugendliche werden beschuldigt, sich im Darknet Livestreams angesehen zu haben, in denen Kinder sexuell missbraucht, gefoltert und ermordet werden. Und es sind scheinbar längst nicht die einzigen.

Mittels Bitcoins bezahlten die beiden Jugendlichen für die Folter-Clips (Symbolbild).
Mittels Bitcoins bezahlten die beiden Jugendlichen für die Folter-Clips (Symbolbild).  © 123rf/ andreha

Der Junge und das Mädchen, beide 17 Jahre alt, wurden zuletzt im Rahmen der italienischen "Operation Delirio" festgenommen.

Seit deren Einführung im Oktober letzten Jahres konnten bereits 25 Täter gefasst werden - allein 19 davon waren minderjährig, die jüngsten sogar erst 13 Jahre alt.

Wie Il Messaggero berichtet, wurde bei Hausdurchsuchungen der beiden Teenager festgestellt, dass sie via Bitcoin bezahlten, um Zugang zu den perversen Videos zu erhalten.

Darin sind Folterungen jeder Art zu sehen, die schlussendlich mit dem Tod der Opfer, die zu großen Teilen aus Südostasien stammen, enden.

Dabei verlangen die Drahtzieher hinter den Clips laut den italienischen Ermittlern unterschiedliche Preise: Bereits aufgezeichnete Videos sind deutlich günstiger als Aufnahmen, die gerade live gemacht werden.

Zuschauer können gegen Gebühr über Art der Folter im Darknet entscheiden

Im Darknet werden die Daten häufig verschlüsselt übertragen und gespeichert. das erschwert es, den Urheber ausfindig zu machen (Symbolbild).
Im Darknet werden die Daten häufig verschlüsselt übertragen und gespeichert. das erschwert es, den Urheber ausfindig zu machen (Symbolbild).  © 123rf/ Maksim Shmeljov

Die Zuschauer können auch mit den Folterern interagieren und gegen eine Gebühr Live-Anfragen stellen.

Dabei handelt es sich dann um so abartige Wünsche wie das Abschneiden von Körperteilen oder andere Verstümmelungen.

"Live-Anfragen verursachen sehr hohe Kosten und gewährleisten sehr hohe Gewinne für ausländische Organisationen, die solche unmenschlichen Handlungen ausführen", erklärt einer der Ermittler.

Auf den Handys der beiden Verdächtigen fanden die Beamten Chatverläufe, in denen der Junge seiner Freundin von den Seiten im Darknet erzählt habe, auf denen Videos von Hinrichtungen, Morden, Verstümmelungen, sexuellen Handlungen an Tieren, Organentnahmen, Kastrationen und Kinderpornografie zu finden seien.

Über Whatsapp verschickte er außerdem Videos mit Suiziden, Zerstückelungen und Enthauptungen an Gleichaltrige.

Obwohl die "Operation Delirio" in 13 verschiedenen Regionen Italiens bereits Verhaftungen unternehmen konnten, gelang es den Polizisten noch nicht, die für das abartige Material verantwortlichen Hintermänner ausfindig zu machen und die Websites zu schließen.

Titelfoto: 123rf/ Maksim Shmeljov

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