85-Jähriger aus dem Bett gezerrt: Kidnapper erwischen falsches Opfer

Sydney (Australien) - Eine dreiköpfige Gruppe von Männern hat am vergangenen Freitag den 85-jährigen Chris Baghsarian im Schlafanzug aus seinem Zuhause in North Ryde, einem Vorort von Sydney, verschleppt. Allerdings stellte sich heraus, dass der Senior gar nicht die Person ist, die die Täter tatsächlich entführen wollten.

Der 85-jährige Chris Baghsarian wurde am Freitag von Männern entführt, allerdings ist er das falsche Opfer.  © Bildmontage: Screenshot/Facebook/NSW Police Force/123rf/

Am Freitagmorgen gegen 5 Uhr (Ortszeit) sollen sich die Männer laut australischer Polizei gewaltvoll Zugang zum Haus von Baghsarian verschafft haben und in sein Schlafzimmer eingedrungen sein. Mit auf dem Rücken gefesselten Händen sollen sie den 85-Jährigen in einen schwarzen SUV gesetzt haben, wie ABC News berichtet.

Ein Nachbar hatte den Notruf gewählt, nachdem er verdächtige Geräusche gehört hatte. Nur wenig später fanden Beamte das Auto ausgebrannt in der Nähe von Baghsarians Haus, von dem älteren Mann selbst keine Spur.

Das Kuriose an dem Entführungsfall: Die Polizei geht fest davon aus, dass die Täter die falsche Person verschleppt haben. "Die Täter haben die falsche Person erwischt. Sie wollten eigentlich jemand anderen entführen, aber … sie haben die falsche Person entführt", so der stellvertretende Polizeichef Andrew Marks.

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Wen die Täter tatsächlich kidnappen wollten, wollte Marks nicht verraten, doch wie ABC News weiter berichtet, hätten es die Entführer ursprünglich auf einen Mann abgesehen, der mit einem kriminellen Netzwerk in Verbindung steht.

Den Ermittlungen zufolge gehe man aber fest davon aus, dass der ältere Mann noch am Leben ist. Seine Familie sei dennoch in großer Sorge um ihn, da er auf seine Medikamente angewiesen ist, so Marks weiter.

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Die Entführung bezeichnete der stellvertretende Polizeichef als schwierigen Fall, denn eine Lösegeldforderung habe es noch nicht gegeben. An die Kidnapper richtete er schließlich einen eindringlichen Appell: "Teilen Sie uns mit, wo er sich befindet. Wir möchten ihm die Unterstützung, medizinische Hilfe und Behandlung zukommen lassen, die er benötigt. Und wir kümmern uns um den Rest. Teilen Sie uns mit, wo er sich befindet. Bitte."

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