Am stärksten tätowierte Frau des Landes reist für diese Körpermodifikation um halbe Welt
Australien - Bei Amber Luke (31) weiß man gar nicht, wohin man zuerst schauen soll: Sie gilt mit ihren unzähligen Tattoos als Australiens am stärkste tätowierte Frau. Doch die lebenslangen Bilder auf ihrer Haut reichten ihr nicht aus, Dutzende Operationen verwandelten ihren Körper in ein einzigartiges Gesamtkunstwerk. Nun wollte sich die Blondine für zwei weitere Modifikationen unters Messer legen. Das Problem: In ihrem Heimatland sind diese Eingriffe seit Jahren verboten.
Davon ließ sich das "Dragon Girl" aber nicht aufhalten und buchte einen Flug um die halbe Welt. Im spanischen Barcelona fand sie eine Praxis, die ihre beiden Wünsche erfüllen will.
Auf Instagram verrät die 31-Jährige, dass sie sich einen sogenannten "Coin Slot", also einen Münzschlitz, ins Ohr einsetzen lassen will. Außerdem soll man ihr eine Silikonschleife unter die Haut an ihrer Hand implantieren.
"In Australien sind diese Dinge seit sieben Jahren strengstens verboten", erklärt Amber in ihrem Beitrag. "Ich lasse mir gleich zwei Körpermodifikationen machen – ich bin verdammt heiß darauf!"
Beim Eingriff am Ohr wird man ihr ein Stück aus der Helix herausschneiden, sodass ein Spalt entsteht, in dem sich anschließend mehrere Ohrringe einsetzen und regelrecht schichten lassen. "Ich habe diesen Plan schon eine Weile", so die Australierin. Ebenso lange habe sie auch über die Schleife, die ihr wortwörtlich unter die Haut gehen soll, nachgedacht. "Ich bin total aufgeregt", freut Amber sich.
Ihr Heimatland Australien hat diese Art von Eingriff aus guten Gründen streng reguliert. Er fällt nämlich unter "subdermale Implantante" und geht mit potenziellen Risiken einher. Amber fürchtet sich aber nicht und vertraut darauf, dass in Barcelona nicht gepfuscht wird.
Model Amber Luke war nach Augapfel-Tätowierung wochenlang blind
Für ihren extremen Look ließ sich Amber nicht lumpen: In der Vergangenheit gab sie mehr als 250.000 Pfund (umgerechnet rund 289.400 Euro) dafür aus, dass man ihr beinahe den kompletten Körper tätowierte. Selbst vor ihren Augäpfeln schrak sie dabei nicht zurück, obwohl diese Tätowierung beinahe völlig schieflief.
Als sich die Australierin 2019 das eine Auge mit Tinte versehen ließ, war sie anschließend drei Wochen blind und entwickelte nach eigener Aussage sogar eine posttraumatische Belastungsstörung. Dies hielt sie aber nicht davon ab, 2024 auch ihren anderen Augapfel tätowieren zu lassen.
Das verpfuschte andere Augentattoo soll demnächst in Brasilien korrigiert werden - trotz ihrer Horror-Erfahrungen. "Die Leute fragen: 'Warum um alles in der Welt tust du dir das noch einmal an, wo du doch weißt, dass das ein Risiko sein könnte?' Aber es besteht eigentlich gar kein Risiko, wenn es richtig gemacht wird", ist sich Amber sicher.
Ebenso selbstbewusst steht sie auch ihren Hatern gegenüber. Das Model ist der Meinung, dass jeder das Recht auf eine "eigene Meinung darüber, was Schönheit ausmacht" haben darf. "Ich lasse mich sehr großflächig tätowieren, aber ich schade dabei niemandem."
Titelfoto: BIldmontage/Screenshot/Instagram/amberluke.666

